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Prepper
Die Antwort auf die Frage “Was ist ein Prepper?” hängt vom Zeitpunkt ab, wann die Frage gestellt wird. Bis zum Krieg zwischen Russland und Ukraine 2022 wurden von Politik und Medien Prepper als paranoide, gewaltbereite Spinner und Reichsbürger dargestellt. Seit der “russischen Invasion” hat sich das Blatt gewandelt. Inzwischen wird über Prepper Szene mit mehr Sachlichkeit berichtet. Das ist längst überfällig. Lesen Sie dazu unseren Artikel „Bundesregierung rät zur Krisenvorsorge„.

Prepper Deutschland – Schluss mit dem negativen Image

Dass ausgerechnet in Deutschland derart negativ über Prepper berichtet wird, ist in keiner Weise nachvollziehbar. Denn Prepper tun nichts anders, als das, wozu die Regierung seit Jahrzehnten aufruft: private Krisenvorsorge betreiben.

Was bedeutet Prepper auf Deutsch?

Der Begriff “Prepper” stammt aus der englischen Sprache, wird abgeleitet von “to be prepared” und heißt auf Deutsch übersetzt “vorbereitet sein”.

Worauf sich Prepper vorbereiten (sollen), darüber klärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf. Unter dem Reiter “Für alle Fälle vorbereitet” empfiehlt das BBK allen Bürgern, sich auf folgende Ereignisse vorzubereiten:

  • Starkregenfälle, Sturzfluten, Überschwemmungen
  • Pandemie
  • Stromausfall
  • Großflächige Schadenslagen
  • Feuer
  • Gefahrstoff-Freisetzung
  • Krieg

Weiter geht es auf der BBK Seite unter dem Reiter “Weitere Gefahrensituationen”:

  • Starker Schneefall
  • Explosion
  • Großbrand
  • Gasleck
  • Terroristischer Anschlag

Auf genau diese Szenarien bereitet man sich unter Preppern vor. Damit darf dieser negativ konnotierte Begriff als obsolet betrachtet werden.

Wer ist Prepper?

Angesichts der Wortherkunft, der Übersetzung aus der englischen Sprache ins Deutsche und der BBK Empfehlung, private Krisenvorsorge zu betreiben, ist jeder Bürger Prepper, der sich auf diverse Schadensereignisse vorbereitet, Trinkwasser bevorratet, einen Lebensmittelvorrat aufbaut und Klopapier auf Vorrat kauft.

Spätestens nach dem Aufruf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser am 01.05.2022, dass Bürger Notvorräte anlegen sollen, ist jeder Bundesbürger ein Prepper, der dem Aufruf der Ministerin folgt.

Der bekannteste Prepper in Deutschland ist übrigens die Bundesregierung, die im Rahmen der staatlichen Krisenvorsorge Getreide, Hülsenfrüchte, Trinkwasser, Arzneimittel und andere Vorräte vorhält.

Wie viele Prepper gibt es in Deutschland?

Im Jahr 2022 gibt es laut Schätzung in Deutschland zwischen 10.000 und 200.000 Prepper. Eine offizielle Zahl, wie viele Menschen in Deutschland preppen, gibt es nicht. Anhand dieser großen Spanne ist auch klar, dass fundierte Informationen über die Prepper Szene fehlen. Eine Statistik, wie viele Menschen in Deutschland Krisenvorsorge betreiben, haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden.

Sind Prepper gefährlich?

Genauso gut könnte man fragen, ob Autofahrer, Fußballer, Wanderer oder Camper gefährlich sind. Natürlich gibt es auch in der Prepper Szene gefährliche Menschen und Waffennarren mit bösen Absichten. Aber die können Ihnen überall über den Weg laufen. In sämtlichen Lebensbereichen gibt es Menschen aller Couleur – von harmlos, über eigenartig bis hin zu gewaltbereit oder gar gefährlich.

Angst vor Preppern unbegründet!

Der Prepper bereitet sich vor, um sich in einer Krisensituation selbst versorgen zu können. Seine Krisenvorsorge ist gezielt darauf ausgelegt, in einer Gefahrenlage das Haus nicht verlassen zu müssen.

Der normale Prepper beschäftigt sich mit Themen wie:

  • Was braucht man als Prepper?
  • Welche Lebensmittel preppen?
  • Welche Konserven für den Notfall?
  • Wie kann man sich auf die Krise vorbereiten?
  • Was sollte man im Katastrophenfall zu hause haben?
  • Was kann man alles auf Vorrat kaufen?

Defensive Verteidigung statt Gewaltbereitschaft

Durchaus beschäftigen sich Prepper mit der Frage, wie man in einem Krisenfall die Chancen für das eigene Überleben deutlich steigern kann. Dazu gehört bis zu einem gewissen Grad auch das Thema Selbstverteidigung – für sich, die Familie und Vorräte.

Ob Apotheke, Getränkemarkt, Supermarkt oder privater Haushalt: Wo Lebensmittel, Medikamente, Getränke und andere wichtige Güter vorhanden sind, kommt es in Krisenzeiten immer zu Plünderungen.

Die meisten Prepper beschäftigen sich allenfalls mit defensiver Selbstverteidigung für den absoluten Notfall, lehnen Waffengewalt und aggressives Verhalten ab.

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