Bundesinnenministerin Nancy Faeser rät zum Notvorräte anlegen

Notvorräte anlegen – JETZT

Notvorräte anlegen
Jeder Haushalt soll Notvorräte anlegen. Dazu ruft Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am 1. Mai 2022 auf. Als Grund, warum Bürger Notvorräte anlegen sollen, führt Bundesinnenministerin Nancy Faeser den Krieg zwischen Russland und der Ukraine an. Was für eine Kehrtwende!

Hat man doch eben noch alle Krisenvorsorger wegen angeblicher Hamsterkäufe als asozial beschimpft, Prepper in die rechte Ecke gestellt und ebenjenen Gewaltbereitschaft unterstellt. Schon einige Tage vor dem Aufruf der Bundesinnenministerin Nancy Faeser zur privaten Krisenvorsorge gab es auch eine Kehrtwende in den Medien, die erst jahrelang mit negativer “Berichterstattung” über die Prepper-Szene Schlagzeilen macht und Klicks generierten, um nun dem Prepper einen “goldenen Riecher” testieren.

Dass Politiker und Medien an Glaubwürdigkeit einbüßen, ist kein Wunder. In unserem Kommentar bewerten wir den Aufruf Faesers und geben Ihnen Tipps, worauf es ankommt, wenn Sie jetzt noch Notvorräte anlegen wollen.

Übrigens: Der Aufruf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser ist nicht neu. Schon länger gibt es den Aufruf der Bundesregierung: Hamsterkäufe empfohlen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser: Notvorräte anlegen

Jener Aufruf von Ministerin Faeser ist ein Eingeständnis völligen Versagens unserer vorigen Regierung. Ihr Eingeständnis kommt einem Offenbarungseid gleich, welcher nun auch dem Letzten das Dilemma deutlich macht, wie es um die staatliche Krisenvorsorge und den Bevölkerungsschutz in Deutschland steht.

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Alte Regierung hat Bevölkerungsschutz faktisch abgeschafft

Wir schreiben schon seit Jahren darüber und haben unlängst unseren Leitartikel “Bundesregierung rät zur Krisenvorsorge” ausführlich erweitert, um über den Zustand der deutschen Katastrophenhilfe, Bundesnotreserve Getreide und das Versagen beim Zivilschutz zu berichten.

In unserem Artikel “Zivilschutz: wie viel Schutz kann die Regierung leisten?” Im Jahr 2015 hatten wir bereits berichtet, dass es keine Schutzbunker für die Bevölkerung mehr gibt!

Was Sie jetzt tun können

Sie können diese beiden Artikel lesen, um sich selbst ein Bild zu machen und festzustellen, was zum Schutz der Bevölkerung vorhanden ist, wenn der 3. Weltkrieg ausbricht. Wir können es aber auch mit einem Wort zusammenfassen: NICHTS!

Sie können aber auch den mehr als verharmlosenden Worten von Bundesinnenministerin Nancy Faeser Glauben schenken:

„Die Zeitenwende führt uns eindrücklich vor Augen, dass wir beim Bevölkerungsschutz erheblichen Verbesserungsbedarf haben. […] Auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben.“

Wenn Sie inzwischen Zweifel haben, ob Ihnen die Regelung hilft, wenn es bei Ihnen zu einer Katastrophe oder gar zum Einsatz nuklearer Waffen kommt, dann nutzen Sie die Gelegenheit, sich auf unserem Portal Krisenvorsorge-Ratgeber.de zu informieren.

Wir befassen uns seit über 15 Jahren redaktionell mit der Thematik, aber auch in der Praxis. Sie finden hier zahlreiche Ratgeber und konkrete Empfehlungen, welche Vorräte man braucht, wie man sich im Katastrophenfall schützen kann, wie man Brot ohne Strom backen und kochen kann.

Notvorräte anlegen – Aufruf aus dem Bundesamt kommt zu spät

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat mit ihrem Aufruf, dass Bürger Notvorräte anlegen sollen, eine Zeitenwende eingeleitet. Aber nicht nur das. Dieser Aufruf zum Bevorraten von Lebensmitteln und allem anderen, was täglich benötigt wird, ist an Doppelmoral nicht zu übertrumpfen, mehr als überfällig, vor allem kommt der Aufruf zur privaten Krisenvorsorge zu spät.

Denn er kommt zu einer denkbar ungünstigen Zeit, wo bereits an alle Ecken die „Kacke“ am Dampfen ist:

  • Überall herrschen Engpässe: Mehl, Öl, Nudeln, Gas, Metalle, viele weitere Produkte und Rohstoffe werden knapp.
  • Alles wird teurer: Grundnahrungsmittel, Getränke, Klopapier, Gas, Benzin, Diesel, Heizöl, Strom, Dienstleistungen, Miete, Nebenkosten.
  • Durch die Corona Pandemie haben viele Menschen ihren Job verloren, Gastronomen sind pleite gegangen, Einzelhändler haben enorme finanzielle Verluste immer noch nicht ausgleichen können, Künstler konnten jahrelang kein Geld mehr verdienen.
  • Sparvermögen und Eigentum musste zum Überleben aufgewendet werden.
  • Der Bevölkerungsbeschutz ist derart marode, dass im Jahr 2021 viele Menschen ihr Hab und Gut oder gar ihr Leben in der Flutkatastrophe im Ahrtal verloren haben.
  • Der 3. Weltkrieg steht vielleicht unmittelbar bevor.

Wovon Bürger jetzt Notvorräte anlegen sollen, wenn es die wichtigsten Lebensmittel wie Mehl, Konserven usw. nicht mehr gibt, sich die Preise verdoppelt haben und die Transportlogistik jetzt schon angesichts der Spritreisexplosion vor dem Kollaps steht? Dazu hat natürlich die Ministerin keine klugen Empfehlungen parat.

Aber immerhin kam nun aus den Reihen der neuen Regierung der Aufruf zur privaten Vorsorge. Eines muss man der Ministerin zu Gute halten. 16 Jahre Merkel-Regierung haben zur aktuellen Situation geführt. Die SPD hat einen Scherbenhaufen übernommen. Jetzt hilft nur noch Schadensbegrenzung.

Nach dem Aufruf von Ministerin Faeser sollte es auch dem letzten Zweifler klar sein, dass Vorratshaltung nichts mit gewaltbereitem Preppertum oder unsozialem Verhalten zu tun hat.

Im Notfall retten Notvorräte Leben und lindern Leid!

Jetzt Vorräte anlegen!

Jetzt, wo durch Waffenlieferung in die Ukraine womöglich der 3. Weltkrieg direkt vor der Tür steht, wird in Salamitaktik eingeräumt, wie es um den zivilen Bevölkerungsschutz bestellt ist.

Die Offenbarung von Nancy Faeser, oder besser der Inhalt ihrer Offenbarung am 1. Mai 2022 war absehbar. Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich das faktische Abschaffen des Bevölkerungsschutzes Deutschland vor ein massives Problem stellen würde.

Es ist nicht davon auszugehen, dass dafür jemals Politiker zur Verantwortung gezogen werden. Weder für die Katastrophe im Ahrtal 2021, noch für das, was passiert, wenn es im Krieg Ukraine Russland zum Atomkrieg kommen sollte.

Vielleicht haben Sie noch die Haltung, das Lebensmittelvorräte im Dritten Weltkrieg oder im Atomkrieg helfen werden. Das kann durchaus richtig sein. Wenn es schnell geht.

Was ist aber, wenn die Ausmaße des Krieges “nur” dazu führen, dass auf einmal im Winter Ihre Wohnung kalt bleibt, es keinen Strom mehr gibt, die Regale im Supermarkt noch leerer sind? Wenn es eben nicht mehr egal ist, dass es kein Mehl mehr bei Lidl, Aldi, Netto, Norma, Rewe oder Edeka gibt und man halt zum fertig gebackenen Brot im Regal greift.

Hält die Verknappung oder der Mangel an Grundnahrungsmitteln weiter an, gibt es bald weder Brot im Laden, noch Brot beim Bäcker. Dann ist es auch vorbei mit Alternativen wie Nudeln, Reis, Müsli, Cerialien, Obst, Gemüse, Fleisch. Entweder gibt es nichts mehr zu Essen oder alle Lebensmittel werden so teuer, dass man sie sich nicht mehr leisten kann.

Was würden Sie ganz konkret tun, wenn die Geschäfte gar nicht mehr öffnen und Sie nirgends mehr einkaufen können, weil die letzten Nahrungsmittel, Arzneimittel, Trinkwasser geplündert wurden, Sie und Ihre Familie Hunger leiden?

Es spielt keine Rolle, ob um uns herum der Krieg wütet oder wir durch den Einsatz von radioaktiv verstrahl werden. Bis zum Ende kann es lange dauern. Wollen Sie bis dahin Hunger leiden, lieber erfrieren, verdursten oder zu einer drastischen Lösung für Ihre Familie und sich selbst sorgen?

Sie sollten JETZT Notvorräte anlegen.

Notvorrat anlegen – so gehen Sie richtig vor

Zur Krisenvorsorge gehört weit mehr als nur ein Lebensmittelvorrat. Wer aber jetzt erst in das Thema “Notvorräte anlegen” einsteigt, muss eine andere Strategie verfolgen, zumal jetzt Geld knapp ist und in den Läden viele Produkte nicht mehr erhältlich oder nur noch in geringen Mengen an Verbraucher abgegeben werden.

Auch fehlt es an der Zeit, sich konkret mit dem zu beschäftigen, was wirklich gebraucht wird. Wer sich in ruhigen Zeiten mit der Zusammenstellung von Krisenvorrat und Krisenausrüstung beschäftigt, ist natürlich besser organisiert und optimaler auf verschiedene Szenarien vorbereitet.

Als Einsteiger in der aktuellen politischen Lage fokussieren Sie sich auf das Wesentliche:

  • Notvorräte anlegen
  • Trinkwasser bevorraten
  • Energieträger vorhalten
  • Arzneimittel besorgen

Im Wesentlichen finden Sie viele Tipps in unserem Ratgeber „Coronavirus Notvorrat – welche Lebensmittel?„. Ob Pandemie, Hochwasser oder Krieg – das Prinzip der Krisenvorsorge ist immer dasselbe: Bevorratung von allem, was das Überleben sichert, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Lebensmittel Vorratsliste schreiben

Erstellen Sie sich einen Einkaufszettel für Lebensmittel. Diese sollten lange haltbar, vor allem schnell zubereitet werden können, um so wenig Energie wie möglich zu benötigen. Ideal sind Konservendosen als Langzeitlebensmittel zur Krisenvorsorge sowie bereits fertig zubereitete Lebensmittel. Viele Tipps dazu haben wir für Sie in unserem Krisenvorsorge Ratgeber “Konservendosen als Notvorrat” zusammengefasst.

Tipp: Bereits vor dem Aufruf von Bundesinnenministerin Nancy Faeser am 01. Mai 2022 waren viele Lebensmittel wie Mehl, Öl, Nudeln, Konserven regelmäßig ausverkauft. Das wird sich durch die Empfehlung zur Krisenvorsorge nicht verbessern. Machen Sie sich deshalb Gedanken, welche andere Lebensmittel in Betracht kommen, wenn Sonnenblumenöl, Nudeln, Reis und Mehl ausverkauft sind.

Das gehört auf die Einkaufsliste Notvorrat

Wer jetzt erst darüber nachdenkt und Notvorräte anlegen will, hat das Nachsehen. Alles, was das Überleben in einer Krisensituation sichert und halbwegs komfortabel wird, ist inzwischen nicht mehr erhältlich oder unbezahlbar. Deshalb liegt jetzt die Priorität auf der Sicherstellung minimaler Grundbedürfnisse: Essen & trinken.

Hinweis: Laut Notvorrat Liste Bundesamt PDF sollen Sie wenigstens für 10 bis 14 Tage Notvorräte anlegen. Dies wird damit begründet, dass das Anrollen der staatlichen Krisenvorsorge solange dauern kann.

Gleichzeitig weist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Kastastrophenhilfe (BBK) auf seiner Webseite darauf hin, dass die Notvorräte nicht für bundesweit eintretende Krisen vorgesehen ist und eine Auslieferung mit Notnahrung für die Bevölkerung a) vom Zustand der kritischen Infrastruktur abhängt und b) nicht für die Versorgung der Gesamtbevölkerung ausgelegt ist. Daher raten wir zum Notvorräte anlegen für einen Zeitraum von mindestens (!) drei Monate, eher länger.

Alternativen zur Notnahrung

Notnahrung ist ideal, um den Körper mit ausreichend Energie zu versorgen. Diese speziellen Meals haben den großen Vorteil, dass sie schnell und ohne großen Aufwand zubereitet werden können. Allerdings sind diese Notfallmahlzeiten schon seit einigen Monaten ausverkauft. Daher müssen Sie jetzt mit anderen Nahrungsmitteln Ihre Notvorräte anlegen.

Das macht lange satt und lässt sich unkompliziert verzehren

Gut geeignet ist alles, was satt macht und viele Kalorien liefert. Dosenfisch, Dosenwurst, Dauerbrot, Nüsse, Schokolade, Eintöpfe, Nudelgerichte, Stangensalami, Trockenobst. Bei frischem Obst und Gemüse eignen sich Äpfel, Birnen, Lauch, Kohl, Karotten, Kürbis – also alles, was auch ohne Kühlung lange haltbar ist.

Grundnahrungsmittel Nudeln, Reis, Mehl & Hefe

Mehl, Trockenhefe, Nudeln, Reis sind prinzipiell gut geeignet. Es scheitert aber an der Zubereitung, wenn kein Trinkwasser und kein Strom da ist. Dennoch sollten Sie mit diesen Lebensmitteln Notvorräte anlegen, da es selbst in Krisenzeiten für fast alles eine Lösung gibt. Notfalls eignen sich diese Nahrungsmittel als Tauschmittel für schlechte Zeiten.

Hinweis: Beachten Sie unsere Verlinkungen. Dort erhalten Sie Tipps, wie Sie ohne Strom Brot backen, sicheres Wasser aus der Natur entnehmen oder ohne Heizung zumindest ein Zimmer mit einem Teelichtofen heizen können.

Idealerweise halten Sie ausreichend stilles Mineralwasser vor, einen Wasserfilter sowie einen alternative Kochmöglichkeiten wie Trangia oder Spirituskocher.

Energieträger & Arzneimittel

Notvorräte anlegen alleine reicht nicht aus, um sich vorzubereiten. Sie benötigen zwingend Energieträger für die Zubereitung Ihrer Lebensmittelvorräte. Neben der Lebensmittel Vorratsliste notieren Sie deshalb auch praktische Dinge als Notvorrat Liste. Dazu gehören beispielsweise Spiritus, Gaskartuschen, Brennholz, Streichhölzer, Feuerzeuge, Teelichter. Alle Beiträge mit dem Schlagwort „Energie“ finden Sie hier.

Wichtig ist es, die Hausapotheke aufzustocken. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber “Hausapotheke: Medikamente & Erste Hilfe”.

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