Konservendosen Krisenvorsorge: Fischkonserven - Fischfilet in Soße eingelegt

Vorräte schützen

Vorräte schützen
Nachdem wir Ihnen in vielen Ratgebern erklärt haben, wie Sie einen Lebensmittelvorrat anlegen, eine sinnvolle Krisenausrüstung zusammenstellen können und welche alternativen Kocher für die Krisenvorsorge geeignet sind, wollen wir heute auf ein paar wichtige Maßnahmen zum Verhalten in der Krise eingehen, damit Sie Ihre Ausrüstung und Vorräte schützen können.

Vorräte schützen – warum ist das notwendig?

Jeder, der Krisenvorsorge betreibt, hofft insgeheim, dass es niemals soweit kommt, die Vorräte zu brauchen. Denn wenn ein Ereignis eintritt, dass Geschäfte nicht mehr geöffnet haben und es keinen Strom mehr gibt, ist gleichzeitig auch die bisher gewohnte Sicherheit nicht mehr gewährleistet.

Wer nichts hat, wird vom Hunger getrieben

Wer Hunger hat, seine Familie vor dem Verhungern schützen will oder in der dunklen Nacht die Gunst der Stunde für Einbrüche und Überfälle gekommen sieht, wird sich unter Umständen mit brutaler Gewalt holen, was andere besitzen.

Lebensmittel verstecken & richtig verhalten

Natürlich gibt es für die, die zuhause Vorräte lagern, keinen zuverlässigen Schutz vor Raub und Plünderung. Aber es gibt einige Maßnahmen, wie man einerseits das eigene Risiko minimieren und andererseits zumindest einen Teil der Vorräte schützen kann.

Zudem sollten Sie wichtige Verhaltensregeln kennen, wie man in Krisenzeiten verheimlichen kann, auf einer gut gefüllten Speisekammer zu sitzen. Auch dazu werden wir in diesem Ratgeber ausführlicher eingehen.

Vorräte schützen: Halten Sie den Mund!

Das klingt schroff, ist aber die wichtigste Verhaltensregel, wenn Sie Ihr persönliches Risiko überfallen und ausgeraubt zu werden, so gut wie möglich zu reduzieren. Nur die allerwenigsten Menschen halten Lebensmittelvorräte und Trinkwasservorräte vor, sondern belächeln lieber die Prepper, also jene, die Krisenvorsorge betreiben. Doch genau diese werden es sein, die in Krisenzeiten zuerst in große Not geraten.

Krisenvorsorge: Schweigen ist Gold!

Versuchen Sie niemals, jemanden von der Notwendigkeit Krisenvorsorge zu betreiben. Die meisten Menschen blenden die wichtige und früher vollkommen normale Vorratshaltung aus. Daran ändert sich auch nichts, obwohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz BBK) alle Bürger dazu aufruft, Vorräte im Haus zu haben.

Tipp: Wenn Sie preppen, geben Sie nicht mit Fotos Ihrer Nahrungsvorräte und Krisenausrüstung im Internet an!

In der Not erinnert man sich daran, dass Sie Vorratshaltung betreiben

Auch, wenn Sie es in guter Absicht tun, Freunde, Bekannte, Nachbarn oder Arbeitskollegen davon überzeugen zu wollen, zumindest einige Nahrungsmittel vorzuhalten, werden sich diese Leute nicht von der Notwendigkeit überzeugen lassen.

Stattdessen vermitteln Sie, dass Sie selbst Vorratshaltung betreiben – spätestens wenn die Mägen knurren, wird man sich in der Not an die Gespräche erinnern und auch daran, dass Sie vermutlich genug zu essen zuhause haben. Um unangenehme Besuche zu vermeiden, behalten Sie Ihre Vorratshaltung bei sich, damit Sie im Notfall nicht vor Ihnen bekannten Menschen Ihre Vorräte schützen müssen.

Vorräte schützen – Lebensmittelvorräte aufteilen

Nicht nur Bekannte, Arbeitskollegen und Nachbarn könnten auf die Idee kommen, Ihren Vorrat zu plündern und Sie von Ihrem Hab und Gut zu entledigen. In jedem noch so schlecht gemachten Katastrophenfilm sieht man es: Sobald eine Katastrophe einbricht, die Infrastruktur zusammenbricht, Strom und Licht ausfallen, wird geplündert. Zuerst sind Geschäfte und Apotheken dran, danach Privathaushalte.

Mit Dauer der Krise wächst das Risiko

Umso länger der Krisenzustand anhält, desto größer wird die Gefahr, dass man auch in Ihre Wohnung beziehungsweise in Ihr Haus eindringt, um zu plündern. Den Vorrat schützen ist dann kaum noch möglich. Daher beginnt der Schutz der Lebensmittelvorräte bereits, bevor die Speisekammer für Notfälle gefüllt wird.

Von Anfang an mehrere Lagerorte mit Vorräten füllen

Teilen Sie Ihren Lebensmittelvorrat auf verschiedene Lagerstätten auf und nutzen Sie in Wohnung oder Haus gute Verstecke, auf die man nicht so schnell kommt. Lagern Sie wenn möglich Ihre Nahrungsmittel, Brennstoffe, Arzneimittel und andere wichtige Dinge an mehreren Standorten.

Wer Garage, Gartenhaus, Baumhaus, Hundehütte, Schrebergarten, Zweitwohnung, Haus im Wald oder eine andere potentielle Lagerstätte besitzt, findet dort kreative Verstecke für den Notvorrat.

Achten Sie darauf, möglichst in jedem Versteck von allem etwas zu haben – Lebensmittel, Energie, Trinkwasser, Arzneimittel, Verbandszeug, Bargeld, Kerzen, usw.. Kommt es zum Verlust eines Verstecks, ist die Chance hoch, auf die Notreserven eines anderen Verstecks zugreifen zu können und mit allem versorgt zu sein.

Viele Versteckmöglichkeiten im eigenen Haus nutzen

Eigenheimbesitzer haben zwar ein höheres Risiko, überfallen und ausgeraubt zu werden. Dafür bietet das eigene Haus weitaus mehr Versteckmöglichkeiten, um Vorräte schützen zu können. Gehen Sie mit offnen Augen durch Ihr Haus und überlegen Sie, wo Einbrecher und Räuber am wenigsten suchen würden.

Gute Verstecke sollten nicht auf Anhieb erkennbar und nicht leicht “zu knacken” sein.

Je schwerer es ist, im Notfall an den eigenen Vorrat zu kommen, desto schwerer ist dies auch für Einbrecher.

Manche Vorräte können übrigens problemlos im Garten vergaben, in dichten Hecken versteckt oder auf dem Dachboden aufbewahrt werden.

Hausbesitzer haben zudem die Möglichkeit, eine Zwischenmauer zu ziehen, hinter der Getränke, Konservendosen, Erste Hilfe Set, Medikamente, Hygieneartikel und Brennstoffe gelagert werden können.

In der Wohnung Vorräte schützen

Wer in einer Wohnung lebt, hat im Idealfall bereits dadurch einen gewissen Schutz, wenn es schwierig ist, von außen in die Wohnung einzudringen. Dennoch gilt es auch dort, gute Verstecke zu finden, um Vorräte schützen zu können. Plünderer klopfen nicht freundlich an, um mal kurz „Guten Tag“ zu sagen, sondern stellen auf der Suche nach Nahrung und Wertgegenständen Ihre Wohnung auf den Kopf.

Selbstverteidigung ist gut, aber birgt reichlich rechtliche sowie tatsächliche Gefahren. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich auf Besucher einzustellen, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie man durch Selbstverteidigung Vorräte schützen kann. Es gibt Alternativen!

Wie im Eigenheim lässt sich auch in der Wohnung eine Trennwand ziehen. Bauliche Veränderungen müssen jedoch vom Vermieter erlaubt werden. Eine gemauerte Wand ist kaum möglich. Doch mit Spanplatten lässt sich ohne große bauliche Veränderung problemlos eine Zwischenwand ziehen und so ein recht sicheres Versteck schaffen, um Vorräte zu schützen.

Eine gute Möglichkeit, Krisenvorräte zu verstecken bieten einige Möbelstücke, die unten eine Blende haben. Zwar ist unter den Blenden der Stauraum knapp bemessen. Doch es passen einige Konservendosen hinein.

Noch einfacher ist es, Bargeld, Gold und Silber zu verstecken. Das kann man zwar nicht essen, aber man kann Geld und Edelmetall dazu nutzen, es als Tauschmittel in der Krise gegen Lebensmittel einzutauschen, wenn der Lebensmittelvorrat zuneige geht oder geplündert wurde.

Der “Opfervorrat”

In nahezu jedem Haushalt befindet sich ein gewisser Vorrat an Lebensmittel, auch, wenn nicht bewusst Krisenvorsorge betrieben wird. Einen Teil der Vorräte können Sie als “Opfervorrat” anlegen. Bei diesem “Opfervorrat” geht es darum, einige wenige Lebensmittelvorräte sichtbar an normalen Stellen wie Küche, Abstellkammer oder im Keller aufzubewahren.

Kommt es zu Einbruch oder Plünderung, können Plünderer diese sichtbaren Lebensmittel ohne Widerstand mitnehmen, im Glauben, dass sonst keine weiteren Nahrungsmittel mehr vorhanden sind.

Zwar möchte niemand in Krisenzeiten einen Teil des Vorrats opfern, aber im Notfall kann dies lebensrettend sein, sich Plünderern nicht zur Wehr setzen zu müssen und sich nicht in unnötige Gefahr zu bringen.

Es reicht völlig aus, hierfür billigste Konserven oder abgelaufene Produkte leicht auffindbar zu platzieren.

In Krisenzeiten unauffällig verhalten

Tritt ein Großschadensereignis ein, ist eine der wichtigsten Verhaltensmaßnahmen unauffälliges und angepasstes Verhalten. Auch, wenn Ihre Speisekammer prall gefüllt ist und Sie vielleicht sogar ein Notstromgenerator oder eine tragbare Powerstation haben, Ihre Gefriertruhe mit feinstem Kobe Wagyu Rind gefüllt ist, verhalten Sie sich so, wie die breite Masse, die von all dem nichts hat!

Mit einfachen Worten ausgedrückt:

Leben Sie nicht wie die Made im Speck, wenn um Sie herum alle Hunger leiden und nichts mehr haben!

Unangepasstes Verhalten gefährdet Ihre Sicherheit!

Nur die wenigsten Menschen betreiben Krisenvorsorge. In einer schweren Krise bedeutet dies, dass unvorbereitete Menschen Hunger haben, keinen Strom haben, ihre Wäsche nicht waschen können und zur Notausgabe von Lebensmitteln und Trinkwasser gehen müssen.

In Notzeiten sieht und hört man von der Straße aus, wer gut auf den Krisenfall vorbereitet ist und wer nicht. Passen Sie sich an die Situation in Ihrer Umgebung an, um zu vermeiden, dass man auf Sie aufmerksam wird.

Zur Lebensmittel- und Trinkwasserausgabe gehen

Sind Lebensmittelgeschäfte über einen längeren Zeitraum geschlossen, rollt die staatliche Krisenvorsorge und die Notausgabe von Lebensmitteln und Trinkwasser an. Geht man nicht zur Ausgabe, könnten dies Nachbarn mitbekommen und Verdacht schöpfen.

Gehen Sie grundsätzlich zu den Ausgabestellen, egal, wie prall gefüllt Ihre Speisekammer ist.

Körperpflege & Hygiene vernachlässigen

Krisenzeit, saubere Kleidung und gepflegtes Erscheinungsbild passen nicht zusammen. Wenn um Sie herum alle anderen Leute in schmutziger Kleidung herumlaufen, ist Anpassung wichtig, um nicht aufzufallen.

Die Haare dürfen wuchern, der Bart unrasiert sein, die Klamotten dreckig sein. Wenn Sie aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf Körperhygiene verzichten wollen, ist das völlig in Ordnung. Zuhause!

Geht es nach draußen, um Lebensmittel oder Trinkwasser abzuholen, macht es jedoch Sinn, vorher die Klamotten mit Kohle zu verschmutzen und etwas Öl in die Haare zu schmieren, um sich anzupassen.

Vorräte schützen – nicht grillen!

Beim Kochen steigt köstlicher Duft auf, wenn beispielsweise Fleisch auf dem Grill zubereitet wird. Besser ist es, auf möglichst geruchsneutrale Kocher wie Gaskocher oder Spirituskocher zurückzugreifen. Sind die Fenster während dem Kochen oder Backen geschlossen, dringt weniger verräterischer Geruch nach draußen.

Ebenfalls ist es sinnvoll, die Speisen während dem Kochen zu aromatisch zu würzen. Aromatische Gewürze wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Zwiebeln und Knoblauch sind von Weitem zu riechen. Daher ist es besser, das Essen erst nach der Zubereitung zu würzen.

Hungern, wenn alle hungern

Wenn um Sie herum alle Leute hungern, abnehmen und hager aussehen, ist Anpassung wichtig. In schweren, anhaltenden Krisen werden die Leute, die keine Krisenvorräte haben abnehmen. Die Menschen, die Krisenvorsorge betreiben und ständig zuhause rumsitzen zunehmen.

Die Gewichtszunahme sowie die Gewichtsabnahme lässt erkennen, wer Lebensmittel auf Vorrat hat und wer nicht. Auch hier ist Anpassung wichtig, um eigene Vorräte schützen zu können.

Stellen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten um, um sich nicht selbst zu verraten.

Falls Sie sich jetzt fragen, warum Sie einen Lebensmittelvorrat anlegen sollen, sich aber nicht satt essen sollten, die Antwort ist ganz simpel:

Eigenschutz!

Den eigenen Lebensstandard auf Minimum reduzieren

In Krisenzeiten geht es nicht darum, den normalen Lebensstandard weiterzuführen, sondern mit den Vorräten so lange auszukommen, bis sich die Situation weitestgehend wieder normalisiert hat.

Letztlich dient Krisenvorsorge dazu, das eigene sowie das Überleben der Familie zu sichern. Irgendwann gehen auch die Nahrungsvorräte der staatlichen Krisenvorsorge zu Neige und es gibt nichts mehr zu plündern. Wer dann noch auf eigene geschützte Vorräte zugreifen kann, hat die besten Chancen, selbst schwere und lange Krisenzeiten zu überleben.

Vorräte schützen: Licht & Lärm verräterisch

Die Vorsorge mit Notstromgenerator oder tragbarer Powerstation mit Solarpanel ist sinnvoll. Aber auch verräterisch. Dringt in der Dunkelheit helles Licht nach außen, ist der Fernseher oder das Radio laut zu hören, zieht man unliebsame Aufmerksamkeit auf sich, weil man zeigt, dass man auf den Notfall vorbereitet ist.

Wo in Krisenzeiten helles Deckenlicht durch die Fenster nach außen dringt, durch laute Musik, TV-Geräusche das typische Flackern vom Fernseher Sorglosigkeit präsentiert, macht auf sich aufmerksam. Die Vermutung, dass in diesem Haushalt ein Kühlschrank oder eine Gefriertruhe laufen könnte, liegt auf der Hand.

Es spricht nichts gegen diesen Komfort, wenn man Krisenvorsorge betreibt und im Notfall auf Kühlung und Entertainment zurückgreift. Aber in Notzeiten sollte das Fenster mit einem absolut blickdichten Vorhang geschützt sein, die Lautstärke auf leise gestellt werden, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Vorräte schützen zu können.

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