Schulpflicht Corona Befreiung - so einfach kann sie durchgesetzt werden
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Da nach Auffassung des Gesetzgebers Produkt- und Markennamen Werbung darstellen, kennzeichnen wir jeden Beitrag als solche. KN95 Atemschutz Maske kaufen

Manche Eltern und Schüler freuen sich, dass die Schulen wieder öffnen. In anderen Familien sorgt die Schulöffnung für Angst. Obwohl nach dem Lockdown offizielle Zahlen den Eindruck vermitteln, dass die Coronavirus Fallzahlen abnehmen, besteht nach wie vor die Pandemie, wodurch Bundesregierung und Länder einschränkende Maßnahmen begründen. Es besteht eine allgemeine Gesundheitsgefährdung – für jeden. Dies wirft die Frage auf, ob Kinder nach der Schulöffnung tatsächlich die Schule besuchen müssen. “Schulpflicht Corona” – das ist unser Thema. Wir berichten, wie unkompliziert die Schulbefreiung wegen Corona möglich ist. Ohne Antrag, ohne Rezept und ohne überhaupt erwähnen zu müssen, ob ein Familienangehöriger zu einer der Risikogruppen gehört. Wie das möglich ist, zeigen wir Ihnen an einer offiziellen Coronavirus Schulbefreiung im Falle einer Familie auf. Bei Nachfragen können Sie sich gerne über das Kontaktformular an uns wenden.


Lesen Sie auch unseren Artikel „Schulstart nach den Sommerferien„. Fühlen Sie sich herzlich in die Facebook-Gruppe „Pro Homeschooling – Corona – Aussetzen der Schulbesuchspflicht für Alle!” herzlich eingeladen. Hier tauschen sich Eltern aus allen Bundesländern aus und geben sich gegenseitig Tipps, wie sie eine Schulbefreiung erwirken konnten.


Schulbefreiung Corona – für JEDES Schulkind möglich!

Insgesamt haben wir uns in 3 Beiträgen mit Schulöffnung, Schulpflicht und Schulbefreiung auseinandergesetzt, mit einem Juristen in einem Live-Stream über die Situation an den Schulen gesprochen.

Bereits in diesem Live-Stream kamen wir überein, dass Eltern kraft des Grundgesetztes das Recht und auch die Pflicht haben, eigenverantwortlich zu entscheiden, ob sie ihre Kinder während einer Pandemie überhaupt in die Schule schicken müssen. Nach juristischer Auswertung lautet die Antwort: NEIN!

Dennoch haben wir hier für Sie Auszüge und Quellen zu den Landesverordnungen zusammengestellt und hier einen Antrag auf Befreiung der Schulpflicht inklusive Begründungen formuliert. Wie aber das nachfolgend näher ausgeführte Beispiel zeigt, ist eine Beantragung oder die Vorlage eines ärztliches Attests nicht notwendig – zumindest hat es für diese Familie problemlos funktioniert, dass die Kinder vom Schulunterricht durch Präsenz freigestellt wurden.

Schulpflicht & Bildungspflicht – juristische Spitzfindigkeit

Werfen wir einen Blick auf die Rechtslage: In Deutschland gibt es keine Bildungspflicht, sondern eine Schulpflicht, die durch Präsenz zu erfüllen ist. Allerdings übersteht der Gesundheitsschutz des Kindes der Präsenzpflicht (durch körperliche Anwesenheit dem Schulunterricht beizuwohnen).

Kurz: Trotz Coronavirus Pandemie können (!) Schüler sich bilden und der Staat muss dementsprechend eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung stellen, dass dies möglich ist. Aber der Staat kann und darf aufgrund der Rechtslage nicht erzwingen, dass Jungen und Mädchen während einer Pandemie die Schule besuchen, wenn sie dadurch einem höheren Erkrankungsrisiko ausgesetzt sind. Dass dies der Fall ist, ergibt sich aus den weitreichenden Maßnahmen, welche die Länder durch diverse Verordnungen erlassen haben.

Grundgesetz räumt Eltern umfangreichen Ermessensspielraum ein!

Das Recht und die Pflicht, dass Eltern verantwortungsbewusst für ihre Kinder entscheiden dürfen und müssen, ergibt sich aus Grundgesetz Artikel 6 (2):

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Mit diesem Paragraph dürfen Eltern uneingeschränkt entscheiden und abwägen, ob das Kind bei einer bestehenden Gefahrenlage die Schule besuchen wird. Nach wie vor zweifeln viele Eltern dies im Zusammenhang mit der “Schulpflicht Corona” an.

Was viele Mamas und Papas nicht wissen: Auch bei Hochwasser, Sturm, Glatteis und Schneefall obliegt es einzig den Eltern, ob sie ihr Kind zur Schule schicken. Nachzulesen ist dies in der Schulordnung!

Schulpflicht Corona ausgesetzt – nicht nur für Risikofamilien!

Während die Länder in ihren Coronavirus Verordnungen ausschließlich erwähnen, dass vorerkrankte Schüler und Schülerinnen bzw. schulpflichtige Kinder, die gemeinsam mit einem Risikopatient in einem Haushalt leben, nicht zum Präsenzunterricht an der Schule verpflichtet sind, können ALLE Elternteile unter Berufung auf GG Artikel 6 (2) ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien! Weder muss dies beantragt, noch bewilligt werden.

Schulbefreiung Corona – leichter, als gedacht!

Anhand eines konkreten Falles erklären wir Ihnen, wie Sie die Schulbefreiung wegen Corona erwirken können. Zwar gibt es in der Familie einen Risikopatient mit Asthma, doch dies wurde in keiner Weise gegenüber der Schule der Kinder angesprochen.

1. Telefonat mit der Schule: Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter

Für die beiden Schüler in der 9. Klasse an einer Realschule im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurde der Schulunterricht am Montag, den 4. Mai 2020 wieder aufgenommen. Am gleichen Tag früh morgens rief die Mutter im Schulsekretariat an und teilte mit, dass die beiden Kinder pandemiebedingt nicht am Präsensunterricht teilnehmen werden.

Der stellvertretende Schulleiter kommentierte dies, dass ein Antrag an die Schule gestellt werden müsse, wenn ein Risikopatient im Haushalt der Schüler leben würde.

Die Mutter entgegnete mit der Frage, ob die Entscheidung über die Präsenz nicht ohnehin durch das Grundgesetz Artikel 6 (2) einzig den Eltern obliege. Die Gegenfrage blieb von dem Stellvertreter unbeantwortet. Er führte daraufhin lediglich weiter aus, dass die Schule dann über den Antrag bescheiden würde.

Die Mutter fragte, wie die Schüler an die Schulaufgaben kommen würden. Der stellvertretende Schulleiter verwies darauf, dass sich die Schüler diesbezüglich bei den Mitschülern informieren müssten und begründete dies wie folgt: Da ja wieder alle Schüler zur Schule gehen würden, wäre es nicht vorgesehen, die Hausaufgaben weiter über die Schulhomepage zu veröffentlichen.

Das Telefonat war also denkbar kurz, deshalb entschied sich die Mutter, nochmals eine E-Mail an die Schule zu schicken.

Schulbefreiung wegen Corona: E-Mail an die Schule

In der Kürze liegt die Würze. Besagte E-Mail an den Schuldirektor umfasst lediglich wenige Zeilen, aber einen kernigen Betreff:

Keine Teilnahme am Präsenzunterricht

Hiermit macht die Mutter deutlich, dass Ihre Kinder dem Schulunterricht nicht durch körperliche Anwesenheit folgen werden. Näher führt sie in der E-Mail wie folgt aus:

Sehr geehrter Herr E.,

wie eben bereits mit Herrn M. besprochen, möchte ich auch Ihnen auf dem Schriftweg mitteilen, dass ich als sorgeberechtigte Mutter meinen elterlichen Spielraum wahrnehme, der sich aus 6 II GG ergibt. Meine Kinder X und Y werden pandemiebedingt nicht am Präsenzunterricht in der Schule teilnehmen.

Bitte teilen Sie mir kurzfristig mit, wie die Unterrichtung meiner Kinder alternativ durchgeführt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen, dass auch in der Schriftform keine umfangreichen Ausführungen unternommen wurden. Weder wurde der Hinweis erteilt, dass in der Familie ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf an SARS CoV 2 besteht. Noch wurde ein Antrag auf Schulbefreiung wegen Corona gestellt.

Schriftliche Antwort der Schule

Diese kurze E-Mail wurde seitens der Schule am nächsten Tag (Dienstag, 5. Mai 2020) wie folgt beantwortet – exakter Wortlaut:

(Betreff) AW: Keine Teilnahme am Präsenzunterricht

Sehr geehrte Frau X,

im Präsenzunterricht wird zuerst in den einzelnen Fächern auf die Schüleraufgaben die als Hausaufgaben gegeben wurden eingegangen.

Für alle Schüler die weiter nicht am Präsenzunterricht teilnehmen sind neue Aufgaben auf unsere Schulhomepage-Seite eingestellt worden.

Diese Aufgabenerneuerung wird fortlaufend aktualisiert. Bei Fragen haben sie selbstverständlich die Möglichkeit den telefonischen Kontakt

in der Schule mit den Fachlehrern aufzunehmen.

Mit freundlichem Gruß

2. Telefonat mit der Klassenlehrerin: “Ihre Entscheidung”

Am Dienstag, den 5. Mai 2020 folgte ein Telefongespräch mit der Klassenlehrerin der beiden Schüler. Diese wiederholte nochmals:

“Es ist Ihre Entscheidung als Mutter. Sie haben das Recht, dies zu entscheiden.“

Insgesamt bleibt festzuhalten: Beide Schulkinder wurden vollkommen unproblematisch von Präsenzunterricht freigestellt. Ohne zeitliche Begrenzung, wie sich insbesondere aus dem hier nicht näher ausgeführten Inhalt des Telefonats zwischen Mutter und Klassenlehrerin ergibt. Schüler und Schülerin werden bis auf Weiteres Zuhause Schulstoff und Hausaufgaben erledigen.

Schulbefreiung wegen erhöhtem gesundheitlichem Risiko

Um es in aller Kürze auf den Punkt zu bringen: In diesem Fall ist die Schulbefreiung NICHT wegen dem bestehenden erhöhtem gesundheitlichen Risiko eines Familienmitglieds seitens der Schule bewilligt worden – dieses wurde gar nicht angesprochen.

Die Schule hat verfassungsgemäß und unkompliziert entschieden, das verbriefte Recht und die Pflicht der sorgenberechtigten Mutter gewahrt.

Jugendamt zu Schulbefreiung wegen Corona

Der Redaktion von Krisenvorsorge-Ratgeber.de liegt ein Gesprächs-Transkript mit einem Jugendamt vor, indem seitens der Behörde die Aussage getroffen wurde:

Das machen viele Eltern. Und das ist deren gutes Recht.

Es scheint also derzeit ein großes Verständnis sowie eine hohe Akzeptanz von Schulen und Jugendämtern gegenüber der elterlichen Autonomie vorzuliegen.

Schulpflicht Corona & Schulbefreiung: Ihre Erfahrungen

Wie halten Sie es mit dem Schulbesuch während der Corona-Krise? Können, wollen oder müssen Sie Ihr Kind in die Schule schicken? Haben Sie die Befreiung von der Präsenzpflicht erwirken können? Wie hat die Schule darauf reagiert? Wurden Ihnen Steine in den Weg gelegt? Wir interessieren und für ihre Erfahrung und freuen und auf ihr Feedback – gerne unterhalb unseres Beitrags in den Kommentaren oder per E-Mail über das Kontaktformular.

Haben Sie Fragen, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.
Schulpflicht Corona - Schulbefreiung unkompliziert möglich!

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3 Kommentare
  1. Christine Feuerbach
    Christine Feuerbach sagte:

    Hallo,
    vielen Dank für diese hilfreiche Seite! Ich hatte sie sozusagen prophylaktisch gelesen, damit ich gegebenenfalls meinen Sohn (7) vom Präsenzunterricht befreien lassen kann, wenn er sich auf dieses „Experiment“ nicht einlassen möchte. Zunächst hatte er sich gefreut, als ich ihm erzählte, dass er bald wieder zur Schule gehen darf und dort seine Freunde und seine „geliebte Lehrerin“ sehen kann. Als ich ihm aber die dafür notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln erläuterte, reagierte er zuerst mit Angst und dann mit Wut und sagte immer wieder „Ich kann aber keinen Abstand halten“.

    Insgeheim hatte ich gehofft, dass mein Sohn so eine klare Aussage trifft und nachdem er mir mehrmals erläutert hatte, dass er dann nicht zur Schule will, erklärte ich es der, glücklicherweise sehr empathischen, Lehrerin erst telefonisch und dann reichte ein entsprechendes Schreiben für die Schülerakte um dem Präsenzunterricht zu „entkommen“. Auch ich begründete mit Artikel 6 (2) und das Vollzeit-Homeschooling kann statt finden!

    Ich bin froh, dass mein Sohn so klar über seine Gefühle redet und wir ihn bisher weitgehend selbstbestimmt aufwachsen ließen. Kein junger Mensch sollte in so ein System gezwungen werden!
    Vielen Dank für die Hilfe durch diese Seite! Herzliche Grüße aus Berlin, Christine Feuerbach

    Antworten
  2. Marianne
    Marianne sagte:

    Ich habe mein Kind vor den Sommerferien befreien lassen.

    Er ist Risikopatient und darf sowieso keine Maske tragen. Da ich ihm den Spießrutenlauf als einziges Kind ohne Maske dort ersparen wollte, haben er und ich gemeinsam entschieden, dass er fern bleibt. Habe das mit seiner Erkrankung begründet.

    Lehrerin meinte ich müsse das nochmal dem Sekretariat mitteilen. Habe ich gemacht.
    Schulleiterin wollte ein Attest über die Krankheit.
    Habe ich ignoriert.

    Dieser Beitrag ist gerade sehr sinnvoll, denn ich war mir nicht sicher, ob die Schule überhaupt das Recht hat über solche privaten Dinge Bescheid zu wissen.

    Sollte es nach den Ferien mit der Maskenpflicht weiter gehen, werde ich mich lediglich so äußern wie hier im Beitrag.

    Ich danke von Herzen dafür

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      Hallo Marianne, inzwischen verlangen die Schulen ein Attest. Falls Sie eins vorlegen müssen, ist wichtig für Sie zu wissen, dass auf dem Attest keine Krankheit zu erwähnen ist. Diese unterliegt dem Datenschutz. Viele Grüße & alles Gute.

      Antworten

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