Homeschooling in der Coronakrise - Tipps für Eltern

Homeschooling in Krisenzeiten

Homeschooling in Krisenzeiten
Das Jahr 2020 stand voll und ganz unter massiven Einschränkungen im Bildungsbereich und der Staat verlangte Familien ab, die Kinder im Homeschooling selbst zu unterrichten. Es war ein Desaster, welches verdeutlichte, dass Eltern sich bei der Krisenvorsorge auch darauf vorbereiten sollten, notfalls die Bildung der Kinder im Homeschooling in Krisenzeiten selbst übernehmen müssen. Neben dem Unterrichten ist es auch sinnvoll, für die Kids ausreichend sinnvolle Beschäftigungsmaßnahmen vorzuhalten. Jederzeit wichtiges Schulmaterial, tolles Spielzeug, Malzeug und Bastelzeug im Haus zu haben ist somit wichtiger Teil der Krisenvorsorge für Familien.

Homeschooling Deutschland – im Jahr 2020 Ausnahme

Die Situation in 2020 war eine Ausnahme. Homeschooling Deutschland bleibt nach wie vor verboten und für schulpflichtige Kinder besteht immer noch Präsenspflicht. Dass wir in Zukunft nochmal Lockdowns und Schulschließungen erleben müssen, bleibt uns allen hoffentlich erspart. Aber auf sinnvolle Beschäftigung und Homeschooling in Krisenzeiten sollten Eltern zu jeder Zeit vorbereitet sein.

Lesetipp: Schulpflicht trotz Corona – Familien in Sorge

Tipps zum Homeschooling in Krisenzeiten

Kinder zuhause unterrichten – das ist für die meisten Eltern eine echte Herausforderung. Anders, als Freilerner, die sich bewusst für ein alternatives Bildungskonzept entscheiden, stellte die Situation 2020 Mamas, Papas und Kinder vor vollendete Tatsachen, als Schulen geschlossen wurden und Schulunterricht nicht mehr wie gewohnt stattfand. Mit diesen Tipps möchten wir Familien unterstützen, sich auf Homeschooling in Krisenzeiten vorzubereiten.

Homeschooling Material besorgen

Dass quasi von heute auf morgen Geschäfte und Schulen geschlossen werden, damit hatte zuvor niemand gerechnet. Jene Krise zeigte aber, dass anscheinenden das Undenkbare doch denkbar sein muss. Eltern sollten daher ein paar Materialien besorgen, mit denen die Kinder lernen und sich sinnvoll in der Freizeit beschäftigen können, wenn erneut Krisenzeiten eintreten.

Erinnern wir uns: Schulsachen kaufen kaum möglich

  • Seinerzeit durften lediglich Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte offen bleiben.
  • Abteilungen und Regale mit Waren, die nicht für Hygiene und Ernährung notwendig waren, wurden mit Absperrband unzugänglich gemacht.
  • Spielwaren, weitere Produkte und Schulmaterialien durften nicht verkauft werden.
  • Schreibwarenläden, die für viele Familien die einzige Bezugsquelle für Schulsachen sind, blieben geschlossen.
  • Der Onlinehandel boomte, jedoch kamen Paketzusteller mit dem Ausliefern bestellter Waren nicht mehr hinterher, da auch Post und Paketdienste massiv eingeschränkt wurden.

Versorgung mit Schulmaterial fraglich

Da Schulkinder in diesem Jahr ohnehin schon viel Schulstoff verpasst hatten, sollten alle Eltern bestmöglich dafür Sorge tragen, im Falle von erneutem Homeschooling in der Krisenzeit notwendige Materialien für den Hausunterricht zur Verfügung zu haben.

Die Krisenvorsorge im Jahr 2020 und 2021 konzentriert sich nicht nur auf Lebensmittel und Toilettenpapier – sondern für Familien vor allem auch auf Schreibwaren und Büromaterial. Schulmaterial kaufen konnten Familien derzeit noch problemlos im lokalen Handel (Supermarkt, Schreibwarengeschäft usw.) oder online z. B. bei Viking.de.

Welche Utensilien brauchen Familien für Homeschooling in Krisenzeiten?

Generell sollten Sie einen Vorrat für alle benötigten Materialien anlegen. Dazu können Sie sich an der Schulmaterialliste orientieren, die entweder zum Ende oder zu Beginn des Schuljahres von den Schulen an Schüler und Schülerinnen herausgegeben wird.

Zu unterscheiden ist zwischen Verbrauchsmaterialien und Schulsachen, die langfristig verwendbar sind, jedoch Verschleiß unterliegen und eventuell ausgetauscht werden müssen. Zudem werden für Grundschule und weiterführende Schulen verschiedene Materialien verwendet. In den nachfolgenden Materiallisten teilen wir die benötigten Schulsachen und Unterrichtsmaterialien auf.

Material für Homeschooling Grundschule

  • Bleistifte
  • Buntstifte
  • Filzstifte
  • Wachsmalstifte
  • Radiergummi
  • Spitzer
  • Malpapier
  • Farbkasten
  • Pinsel
  • Hefte für Schwungübungen
  • Hefte mit Lineaturen für die Grundschule
  • Kleber (Klebestift, Flüssigkleber)
  • Schere (Rechtshänder, Linkshänder)

Damit der Spaß beim Lernen zuhause nicht zu kurz kommt und gleichzeitig Grundschüler gefördert werden können, empfehlen wir zusätzlich LÜK Kasten und LÜK Hefte mit Aufgaben für Grundschüler sowie Knete.

Materialien für Homeschooling weiterführende Schulen

  • Hefte
  • Vokabelheft
  • Textmarker
  • Tintenpatronen
  • Tintenkiller
  • Schnellhefter
  • Aktenordner
  • Kugelschreiber
  • Schreibblöcke mit kariertem und liniertem Papier

Zusätzliche Arbeitsmaterialien für Schüler und Schülerinnen an weiterführenden Schulen

  • Füller
  • Taschenrechner
  • Lineale
  • Geodreieck
  • Parabelschablone
  • Zirkel
  • eventuell Millimeterpapier
  • Karteikarten und Karteikasten für Vokabeln und Übungsaufgaben
  • Din A4 und Din A3 Blätter für Plakate
  • Sammelmappe für Kunst (Din A3)

Besorgen Sie Druckerpapier und Toner

Für das Homeschooling in Krisenzeiten sollte ausreichend Druckerpapier und passende Druckerpatronen für den Drucker zuhause vorhanden sein, damit Sie Aufgaben und Arbeitsblätter ausdrucken können, die (hoffentlich) von den Schulen bereitgestellt werden oder die Sie selbst im Internet downloaden.

Falls Sie einen neuen Drucker benötigen, können wir Ihnen den Officedrucker Brother HL-L2350DW empfehlen. Dieses Druckergerät haben wir selbst seit Jahren im Einsatz. Er zeichnet sich durch unkomplizierte Handhabung, Zuverlässigkeit, schnelles und billiges Drucken aus und ist daher auch bestens für das Arbeiten im Homeoffice geeignet.

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Bedenken Sie jedoch, dass zum Beispiel ein Blackout eine der typischen Krisenszenarien sein könnte. Fällt der Strom aus, fallen Computer, Drucker und Smartphone aus. Umso wichtiger sind Lernmaterialien, die unabhängig von der Stromversorgung genutzt werden können. Ein ausreichender Vorrat an Stiften, Schreibpapier, Schreibblöcken, Heftern und Büchern ist sinnvoll.

Vernetzung mit anderen Schülern und Eltern

Bevor erneut die Schulen schließen, vernetzen Sie sich mit anderen Eltern und animieren Sie auch Ihren Nachwuchs zur Vernetzung mit Klassenkameraden und Gleichaltrigen, die nicht in dieselbe Schulklasse gehen. Tauschen Sie

  • Festnetznummer
  • Handynummer
  • WhatsApp-Nummer
  • E-Mail-Adressen

aus, damit Sie im Notfall unproblematisch Kontakt halten können. Sinnvoll ist es, sich vorab näher kennenzulernen und sich abzusprechen, in welchen Schulfächern Sie helfen oder Ihr Kind helfen können und in welchen Schulfächern Ihr Sohn bzw. Ihre Tochter Unterstützung von außerhalb der Familie gebrauchen kann.

Fertigen Sie sich eine Liste an, auf der Sie notieren, welche Schüler, Schülerinnen oder Eltern in schwierigen Fächern helfen können – natürlich auch, wer Ihre Hilfe beim Homeschooling in Krisenzeiten gerne in Anspruch nehmen möchte. Neben dem reinen Lernen hat diese wichtige Vorsorgemaßnahme einen weiteren wichtigen Aspekt.

Kinder, die gemeinsam lernen, erhalten wichtige soziale Kontakte mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten. Damit gibt es auch den Kontakt zu Spielpartnern, Freundinnen und Freunden.

Hören Sie sich auch außerhalb der Schule um, wer beim Hausunterricht per Telefon, WhatsApp und per Mail helfen kann. Fragen Sie der Verwandtschaft, in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis, ob Ihr Kind bei kniffligen Schulaufgaben auf Hilfsangebote zurückgreifen darf.

Eine frühzeitige Vernetzung mit anderen Familien macht es Ihnen und Ihren Kindern auch leichter, soziale Kontakte auf Distanz zu erhalten und in einem Shutdown Austausch mit Gleichgesinnten zu haben.

Homeschooling in Krisenzeiten – Nerven bewahren!

Die meisten Eltern sind keine Lehrer und suchen sich das Homeschooling in Krisenzeiten nicht selbst aus. In der damaligen Krise war kein Platz für Perfektionismus. Dies wird auch in zukünftigen Krisenfällen so sein. Vielmehr gilt es, in der Not das Beste daraus zu machen. Üben Sie keinen Druck auf sich selbst und Ihre Kinder aus. Sie müssen beim Hausunterricht nicht alles richtig machen, sondern Ihren Nachwuchs so gut es geht in Sachen Schulunterricht auffangen und ihm Zugang zu Bildung zu ermöglichen, da, wo der Staat versagt.

Schulkinder haben nicht nur die Pflicht, sich zu bilden, sondern vor allem auch das Recht, vom Staat Zugang zu Bildung zu erhalten. Dass dies in extremen Krisenzeiten eventuell nicht möglich ist, ist nachvollziehbar. Im Jahr 2020 hat die Regierung gezeigt, dass selbst der Staat in einer derartigen Krise nicht in der Lage ist, Kindern den Rechtsanspruch auf Bildung zu gewährleisten. Deshalb müssen Sie als Elternteil dies ebenfalls nicht, wenn es nochmal zu einer vergleichbaren Situation kommt.

Geben Sie Ihr Bestes, um Ihre Kinder zuhause zu unterrichten und nehmen Sie die Schule in die Pflicht, Sie dabei bestmöglich zu unterstützen. Dazu gehört das Bereitstellen von Lernmaterial über die Schulhomepage, über Bildungsserver und das Benennen von Ansprechpartner aus der Schule. Klassenlehrer und Fachlehrer sollten für Sie und Ihr Kind erreichbar sein. Im Idealfall leistet die Schule Distanzunterricht via Internet. Dazu gehört auch, dass Lehrer und Lehrerinnen Aufgaben und Lösungswege erklären.

Funktioniert die elektronische Infrastruktur aufgrund eines Krisenszenarios wie Stromausfall, Erdbeben, Hochwasser oder ähnlichem nicht mehr, sind Sie als Familie zumindest für eine gewisse Zeit auf sich selbst gestellt. Lassen Sie das Homeschooling in Krisenzeiten locker angehen.

Sorgen Sie für Spaß am Lernen

Selbstverständlich darf Homeschooling in Krisenzeiten lustig sein. Vielleicht vermitteln Sie die Freude am Lernen besser als die Schule! Gönnen Sie Ihrem Kind zwischendurch Pausen, in denen es sich frei beschäftigen darf. Denn stupides Sitzen an schweren Aufgaben macht keinen Spaß und begünstigt eher Lernfrust als Lernfreude.

Nutzen Sie das Internet, um das Durchgehen von Lernstoff durch passende Videos aufzulockern. Gerade Kids schauen sich lieber ein Erklärvideo an, als trocken durch Bücher zu arbeiten. Selbst komplexe Lerninhalte und langweilige Themen werden mitunter auf YouTube gut erklärt. Lernvideos für Schulstoff kommen bei Schülern und Schülerinnen gut an und vermitteln komplexe Themen oft mit einer unterhaltsamen aber dennoch effizienten Leichtigkeit.

Grundschüler brauchen natürlich auch Pausen zwischen dem Lernen. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Spiel oder einer Freistunde, die zum Malen oder Basteln genutzt werden kann!? Es ist fraglich, wie lange im Falle von Homeschooling in Krisenzeiten notwendig wird. Halten Sie deshalb Ihr Kind bei Laune. Eine sinnvolle Pausenbeschäftigung hilft dabei, die Motivation und das Durchhalten zu bewahren. Für Ihr Kind – aber auch für Sie als Mutter oder Vater!

Haushalt, Homeschooling & Job miteinander vereinbaren

Eltern mit schulpflichtigen Kindern sind eventuell während dem Homeschooling in Krisenzeiten einem regelrechten Spagat ausgesetzt. Nicht selten muss ein Elternteil als Alleinerziehende/r

  • Job
  • Haushalt
  • Versorgung der Familie
  • Homeschooling

alleine stemmen, zumal dies situationsbedingt mit Kontakteinschränkungen einhergehend und die Unterstützung vom anderen Elternteil, Großeltern, Freunden und Nachbarn nicht möglich sein könnten. Aber auch für Elternpaare, die zu zweit all diese anspruchsvollen Aufgaben stemmen müssen, ist es eine enorme Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen.

Es zahlt sich aus, wenn Sie vor weiteren massiven Einschränkungen Ihre Kontakte pflegen, ausweiten und Gleichgesinnte suchen, die zumindest per Telefon, Chat oder Videotelefonie zur Seite stehen können und dürfen. Bitten Sie Verwandte und Freunde, Sie beim Hausunterricht zu unterstützen. Das funktioniert per Telefon, via Handy und auch im Chat. Denken Sie aber auch daran, Kontakte in Ihrer unmittelbaren Nähe zu fördern, falls es keinen Strom gibt.

Versuchen Sie nicht, alles alleine und auf “Teufel komm raus” perfekt zu bewerkstelligen. Fehlt es Ihnen aufgrund des Jobs oder wegen dem Arbeiten im Homeoffice unter der Woche an Zeit, den Haushalt zu erledigen oder täglich 6 Schulstunden Homeschooling in einer Krisensituation abzuhalten, teilen Sie Ihren Tagesablauf neu und so wie es Ihnen in Ihrer familiären Situation möglich ist auf.

Verlegen Sie allgemeine Hausarbeiten auf das Wochenende, kochen Sie für mehrere Tage vor. Zur Not können Sie verschiedene Gerichte einfrieren und im Backofen aufwärmen oder eine Konservendose auf dem Notfallkocher aufwärmen.

Verschieben Sie Aufgaben, die sich verschieben lassen. Gewiss macht Ihnen niemand ein Vorwurf, wenn Sie zum Beispiel das Fensterputzen vernachlässigen, wenn Sie durch das Homeschooling in Krisenzeiten einer vollkommen neuen Mehrfachbelastung ausgesetzt sind. Verzichten Sie ruhig auf das gewissenhafte Bügeln der Wäsche. In einem Krisenfall interessiert es niemand, wenn T-Shirts, Hemden und Hosen nicht gebügelt sind – erst Recht nicht, wenn Sie sowieso im Homeoffice arbeiten. Machen Sie sich stattdessen bewusst, was Sie während dem Homeschooling in Krisenzeiten alles zu meistern haben!

Foto: Muscat_Coach / Pixabay

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