Welche Lebensmittel in den Vorrat?

Welche Lebensmittel müssen in den Vorrat

Für die Krisenvorsorge geeignete Lebensmittel

Auch, wenn die Lebensmittelbevorratung außer Mode gekommen ist, ist es heute leichter als früher, einen Lebensmittelvorrat anzulegen. Wenn Sie Lebensmittel bevorraten möchten, ist es hilfreich zu wissen, welche Lebensmittel sich eignen und worauf bei dem Lebensmittelpaket zu achten ist. Glas- und Dosenkonserven haben meist eine lange Haltbarkeit und bilden somit den Grundstock der Vorratshaltung. Sie sollten beschriftet und mit einem Rotationsprinzip eingelagert werden. Produkte, die am Haltbarkeitsablaufdatum sind, werden verbraucht und durch frischere ersetzt.  Auf diese Weise lässt sich gewährleisten, dass die Lagerprodukte bei Bedarf genießbar sind.

Lang haltbare Lebensmittel und Kerzen in den Lebensmittelvorrat

Lang haltbare Lebensmittel und Kerzen in den Lebensmittelvorrat

Konserven und Gläser

Optimal für die Lebensmittelbevorratung eigenen sich Konserven und Gläser, da sie günstig erhältlich sind, ohne besondere Maßnahmen aufbewahrt werden können. Welche Lebensmittel in Glas oder Dose Sie bevorraten, bleibt Ihnen frei überlassen. Jedoch sollten Sie nur jene Konserven in Ihren Lebensmittelvorrat aufnehmen, die Sie im Notfall auch essen.

Achten Sie besonders bei Allergien darauf, dass Sie nur Lebensmittel bevorraten, die Ihre Familienmitglieder und Sie vertragen. Konservendosen sind besser als Gläser, da diese schon in unbefülltem Zustand ein enormes Eigengewicht mit sich bringen. Zwar gibt es auch Kuchen, Käse und Butter in Konserven, deren Anschaffung zwar sinnvoll erscheint, jedoch sind diese in der Anschaffung alles andere als günstig. Sicher macht es für die meisten Krisenvorsorger weitaus mehr Sinn, sich zumindest am Anfang der Krisenzusammenstellung auf Konserven vom Discounter zu konzentrieren. Butter und Käse oder gar Kuchen stellen eher Luxusprodukte denn Notfallprodukte dar, die ohne Weiteres aus dem Vorsorgepaket ausgeschlossen werden können.

Mehl oder Getreide

Bei der Frage, welche Lebensmittel unverzichtbar sind, ist als erstes Mehl bzw. Getreide zu benennen. Die meisten Krisenvorsorge Ratgeber empfehlen unvermahlenes Getreide für den Lebensmittelvorrat. Meist sogar noch teures Dinkelkorn. Zweifelsohne ist dies ohnehin, also auch ohne Krise, gesünder, als gewöhnliches Mehl. Die Anschaffung einer handbetriebenen Getreidemühle ist allerdings recht preisintensiv, wodurch die Anschaffung für viele gar nicht oder nur schwer möglich ist. Eine handbetriebene Mühle sollte einer elektrischen vorgezogen werden, da Sie nicht zwingend davon ausgehen dürfen, dass Elektrizität durchgängig verfügbar oder noch leistbar sein wird.

Sie kommen mit einer Handmühle der Autarkie deutlich näher. Wer sich keine Getreidemühle leisten kann oder möchte, ist deshalb nicht schlechter vorbereitet, wenn er mit Mehl die Lebensmittelbevorratung plant. Mehl kostet so gut wie nichts und kann deshalb auch in großen Mengen angeschafft werden. Pro Kilo Mehl aus dem Discounter rechnen wir etwa mit 25 bis 30 Cent. Selbst mit Hartz-4 sollten problemlos 20, 30 oder 40 Pakete Mehl beim Lebensmittel bevorraten möglich sein.

Damit kann man in Krisenzeiten ohne Strom Brot backen. Reis und Nudeln dagegen sind Nahrungsmittel, welche nur bedingt für die Bevorratung anzuraten sind. Sie lassen sich zwar ähnlich gut wie Mehl einlagern, jedoch benötigt man zur Zubereitung massig Wasser. Für den Notfall müssen Sie jedoch mit Wasserknappheit rechnen. Stattdessen erscheinen Konserven mit Nudel- oder Reissuppe sinnvoller, da sie schon Wasser enthalten.

Zutaten und sonstige Lebensmittel

Neben diesen Nahrungsmitteln gehören auch Zutaten wie Gewürze, Öl, Essig, Senf, Tomatenmark in den Lebensmittelvorrat. Ebenfalls ist die Hefe bei der Lebensmittelbevorratung nicht zu vergessen, da sich mit ihr zahlreiche Mehlspeisen und Brot zubereiten lassen. Marmelade gilt als ebenfalls geeignet für die Langzeitbevorratung. Honig, Salz und Pfeffer sind Nahrungsmittel und Zutaten, die unbedingt in den Krisenvorrat aufgenommen werden sollten. Salz ist ebenfalls ein Pfennigartikel und kann leicht in größeren Mengen bevorratet werden.

Honig ist im Grunde unendlich haltbar und deshalb besonders geeignet. Er hat desinfizierende und wundheilende Wirkung und kann neben dem Verzehr auch zum Behandeln kleinerer Wunden verwendet werden. Nebenbei ist er ein Kalorienspender, der sich auch sehr gut zum Würzen oder Tauschen verwenden lässt. Welche Lebensmittel Sie sich darüber hinaus anschaffen möchten, bleibt Ihnen sowie Ihrem Budget überlassen. Insofern es möglich ist, berücksichtigen Sie auch die eventuelle Notwendigkeit des Tauschhandels beim Lebensmittel bevorraten. Falls Ihnen in der Krise etwas fehlt, könnten Sie es vielleicht gegen eine Tafel Schokolade oder ein Pfund Kaffee eintauschen. Bei Lebensmittelknappheit werden Ihre Lebensmittelvorräte zum wahren Goldschatz.

Aufbewahrung vom Lebensmittelvorrat

Die Aufbewahrung von Ihrem Lebensmittelvorrat ist die größte Herausforderung, da nahezu alle Nährmittel von Verderb und Schädlingsbefall bedroht sind. Aus diesem Grunde wird das Thema in weiteren Artikel ausführlicher besprochen. Trockenprodukte wie Mehl, Getreide, Nudeln und Reis sind besonders gefährdet, aber beim Lebensmittel bevorraten unverzichtbar. Es gibt verschiedene Verfahren, welche Lebensmittel bei der Lebensmittelbevorratung gut schützen.

Das Vakuumieren ist Möglichkeit, die Sie gut selbst anwenden können. Vakuumiergeräte für den Hausgebrauch gibt es bereits in guter Qualität für um die 20 Euro als Aktionsware im Discounter. Mit gewöhnlichen Gefrierbeuteln können Mehl, Getreide, Gewürze und Co mit wenigen Handgriffen kostengünstig vor Feuchtigkeit, Staub und Schädlingen geschützt werden. Beabsichtigen Sie, im Keller einzulagern, denken Sie an Schadtiere wie Nager, die sich mühelos durch einen Gefrierbeutel beißen. Alternativ können Sie die Folienpakete in Fässern oder anderen Gefäßen aufbewahren, die ausreichend Schutz vor Nagetieren bieten.

7 Antworten
  1. Peter
    Peter says:

    Ich glaube 40 Pakete Mehl bringen nicht viel. Die Haltbarkeit von Mehl beträgt in der Regel nur 1 Jahr, dann kann man es wegwerfen.

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    • Alexander
      Alexander says:

      Dem möchten wir zum Teil widersprechen, denn Krisenvorsorge sollte im Rotationsprinzip geplant und betrieben werden und zudem wird die Haltbarkeit bei richtiger Konservierung deutlich heraufgesetzt.

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  2. Helmar
    Helmar says:

    Dass Reis so unendlich viel Wasser braucht, ist ein Gerücht. Zu Studentenzeiten hatte ich einen afrikanischen Mitbewohner, der hat mir Reiskochen so beigebracht:

    1/3 Reis und 2/3 kaltes (!) Wasser sprudelnd aufkochen lassen, Deckel drauf, von der Flamme nehmen und warten, bis der Reis gequollen ist.
    Salz o.ä. kommt später dazu.

    Die Methode kostet wenig Wasser und wenig Energie.

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    • james james
      james james says:

      Man kann Reis auch ANDERS als beschrieben kochen?!
      Genannte Methode wurde mir von Haus aus beigebracht, ich weiß gar nicht dass das anders geht

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