Dosen-Ofen aus Konserven
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Haben Sie einmal über die Problematik des Kochens nachgedacht, wenn Strom und Gas ausfallen und Ihr Elektroherd zum Beispiel wegen Stromausfall nicht mehr genutzt werden kann? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine herkömmliche Konservendose zum Ofen für Survival-Experten und Krisenvorsorger wird. Mit dem Dosen-Ofen möchten wir Ihnen eine alternative Art des Kochens vorstellen, die Sie keinen Cent kosten wird. Zwar ist dieser alternative Kocher nicht für den Alltag zu empfehlen. Jedoch bietet der Dosenofen, der auch als „Hobo“ bezeichnet wird, eine Notlösung zum Erwärmen und Abkochen von Wasser, die sich bei Outdoor-Aktivitäten unzählige Male bewährt hat.

Mit Dosenofen jederzeit stromunabhängig kochen und erhitzen

Heben Sie ein paar Konservendosen auf, wenn Sie eine Dosensuppe oder Ravioli essen. Damit können Sie einen Dosen-Ofen bauen, der zum Aufwärmen von Konserven, zum Kochen von Wasser und auch als Wärmequelle dienen kann.

Wichtig ist, dass Sie zum Bau eines Dosenofens unbeschichtete Konservendosen verwenden. Dies ist notwendig, da Beschichtungsmaterialien von Konservenbüchsen Schadstoffe an Lebensmittel oder Trinkwasser abgeben, wenn Sie Speisen und Getränke damit erhitzen. Deshalb eignen sich Konservendosen von Obst meist besser, da die häufiger ohne Beschichtung sind.

Tipp: Falls Sie keine unbeschichteten Konservendosen finden, können Sie vor dem ersten Gebrauch die Beschichtung wegbrennen. Alternativ können Sie aus einem Blech (z. B. Edelstahl) den Hobo bauen.

Obstkonserven am besten geeignet für Bau von Dosenofen

Die leeren Blechdosen von konserviertem Obst können in besonders harten Krisenzeiten als Ersatzkocher in Form eines Dosen-Ofen dienen. Zwar ist der Ofen aus Blechdose im Komfort nicht mit einem Küchenherd zu vergleichen, jedoch tut der selbstgebaute Ofen aus Blechdosen im Notfall gute Dienste, wenn keine andere Kochmöglichkeit zur Verfügung steht.

Um den Survivalkocher im Notfall nutzen zu können, müssen Sie nur möglichst viele Löcher in das Blech einbringen. Damit Sie den Surviving Kocher in das Erdreich stecken können, kommt neben der ersten leeren Dose, die zum Füllen mit Wasser oder Lebensmitteln dient noch eine zweite Blechbüchse zum Einsatz.

Hinweis: Sie benötigen für den Dosenofen also zwei entleerte Konservenbüchsen.

Dosen-Ofen bauen als Ersatz für Campingkocher

Idealerweise versorgen Sie sich für die nächste Survival-Tour oder im Rahmen der Krisenvorsorge frühzeitig mit einem leichten Campingkocher, den Sie notfalls auch im Rucksack-Gepäck bequem mitnehmen können.

Möchten Sie einen kleinen und leichtgewichtigen Kocher kaufen, finden Sie zahlreiche Modelle im Camping-Fachgeschäft. Auch Baumärkte und manche Gartencenter führen Camping-Zubehör und sind daher gute Bezugsquellen für derartige Garten- und Campingkocher.

Wer regelmäßig Outdoor-Touren macht, hat sich wahrscheinlich ohnehin mit einem kleinen Gaskocher, Spirituskocher oder dem Trangia Kocher ausgestattet und kann unterwegs damit Kochen. Menschen, die sich erstmals mit dem Thema Krisenvorsorge beschäftigen stoßen deshalb oft auf die Empfehlung, einen Trangia oder einen ähnlichen Outdoor-Kocher anzuschaffen.

Allerdings sind gute Campingkocher wie der Trangia eine Investition, die Geld kostet und daher oft gescheut wird, wenn es um die Notfallausstattung für die Krisenvorsorge geht. Es mangelte an Geld oder es wurde versäumt, an eine Kochmöglichkeit unabhängig von Stromversorgung zu denken.

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Für diese Fälle stellt der „Hobo-Ofen“, so wird der Dosenofen auch genannt, eine tolle Alternative dar. Er hat einen weiteren Pluspunkt – er kann auch unterwegs gebastelt werden, wenn zwei Konservenbüchsen aus dem Lebensmittelvorrat aufgebraucht wurden. Darüber hinaus ermöglicht er jedem denkbar einfach, ein Feuer zu entfachen, um Speisen zu erwärmen oder Trinkwasser z. B. für Kaffee zu erhitzen.

Dosen-Ofen aus Konserven

Dosen-Ofen aus Konserven

Vorteile vom Dosen-Ofen

Wenn wir Ihnen sagen „Survivalkocher“, dann meinen wir das auch so. Der größte Vorteil bei diesem selbstgebauten Ofen ist darin zu sehen, dass er mit Hilfe eines Taschenmessers in kurzer Zeit gebaut und mit Brennmitteln angezündet werden kann, die man in der Natur findet. Sie müssen also weder Gaskartuschen noch Spiritus oder ein ähnliches Brennmittel mit sich herumschleppen.

Außerdem ist das Anzünden denkbar einfach. Der Dosen-Ofen verfügt aufgrund seiner optimalen Bauweise über hervorragende Eigenschaften der Luftzirkulation.

Durch die ausgetüftelte Bauform wirkt der Dosenofen wie ein Anzündkamin, der beim Grillen dafür sorgt, dass die Holzkohle schnell entzündet werden kann.

Den Ofen aus Blechdose sollten Sie keinesfalls in seinem Nutzen unterschätzen. Denn wenn Sie einmal probieren, ein richtiges Lagerfeuer aus feuchtem oder kleinstem Material zu entfachen, werden Sie schnell merken, dass dies gar nicht so einfach ist, wenn es überhaupt gelingen will.

Dies liegt vor allem daran, dass Sie beim klassischen Lagerfeuer keine Kaminwirkung haben. Anders beim selbstgebauten Dosen-Ofen. Da durch die Kaminwirkung das Anzündmaterial schnell brennt und eine hohe Hitze erreicht wird, trocknet selbst feuchtes Brennholz über dem brennenden Anzündmaterial schnell, sodass sich gut ein Feuer entfachen lässt.

Schnell Feuer machen im Hobo – optimale Luftzirkulation

Die integrierten Luftlöcher sorgen für einen Luftstrom, der die Glut mit Sauerstoff anreichert. Dies kommt der Befeuerung absolut zugute. Innerhalb kürzester Zeit entfacht das Feuer im Dosenofen und deshalb lässt sich in kurzer Zeit eine warme Mahlzeit oder ein warmes Getränk zubereiten bzw. Trinkwasser abkochen.

Ein weiterer Vorteil, der darin zu sehen ist: Um den Dosenofen zum Brennen zu bringen, wird nur wenig Holz benötigt. Auch kann die Befeuerung mit wenigen brennbaren Hilfsmitteln stattfinden. Man benötigt nur wenig Papier, trockenes Heu oder Stroh bzw. Birkenrinde.

Feuer im Dosenofen entfachen: Material zum Feuer machen

Aufgrund der optimalen Beflammbarkeit können Sie im Survival Kocher nahezu alles an natürlichen Brennmaterialien zum Entfachen des Feuers verwenden, die Sie in der freien Natur finden:

  • einigermaßen trockenes Moos
  • kleinstes Geäst / Reisig
  • trockenes Laub
  • Rindenmulch
  • Sägespäne
  • Rinde vom Stamm einer Birke
  • usw.

All diese natürlichen Materialien, die Sie problemlos in der Natur finden, können als Brennmaterial zum Anzünden des Dosenofens verwendet werden, wenn Sie keine anderen Brennmaterialien wie Papier oder Grillanzünder dabei haben.

Feuer anzünden mit Birkenrinde

Finden Sie keine trockenen Materialien zum Anzünden des Survival Kochers, halten Sie nach einer Birke Ausschau. Den Baum erkennen Sie an der typischen weißen Rinde. Durch das kontinuierliche Wachstum dieser Baumart platzt die weiße Rinde rund um den Baumstamm ab.

Zupfen Sie etwa eine Handvoll dieser losen Baumrinde ab, um damit den Dosenofen anzufeuern. Birkenrinde brennt sehr gut. Auch dann, wenn sie nicht vollständig getrocknet ist. Im Notfall können Sie die sehr dünne Baumrinde durch die Wärme Ihres Körpers trocknen und anschließend zum Feuer machen anzünden.

Bauanleitung für Dosenofen aus Blechdose

Es ist wirklich denkbar einfach, einen Ofen aus Blechdose zu fertigen. Welche Werkzeuge Sie brauchen, hängt davon ab, in welcher Situation Sie den Dosenofen bauen wollen. Zum Ausprobieren, greifen Sie einfach auf Werkzeug zurück, das sich wohl in jedem Haushalt befindet.

Zum Dosen-Ofen bauen benötigen Sie dazu lediglich:

  • zwei leere Blechbüchsen
  • einen Nagel
  • einen Hammer
  • eine kleine Metallsäge
  • eine Zange.

Damit bauen Sie in etwa einer halben Stunde die „perfektionierte“ Variante des Dosenofens, der schon wenigstens seit 150 Jahren regelmäßig gebaut wird. Denn diese Erfindung geht auf Holzfäller  zurück, die fernab der Heimat beim Baumfällarbeiten im Wald nicht auf erwärmtes Essen verzichten wollten und auf Selbstversorgung angewiesen waren.

Im Notfall reicht ein Taschenmesser, um einen Dosen-Ofen zu bauen!

Falls Sie lediglich ein Taschenmesser zur Verfügung haben und Ihnen andere Werkzeuge fehlen – kein Problem. Beim Bau des Hobo-Ofens geht es nicht um Schönheit, sondern um Funktionalität. Notfalls können Sie alleine mit einem Taschenmesser und etwas handwerklichem Geschick einen funktionalen Dosen-Ofen bauen!

So wird der Dosen-Ofen gebaut

So, nun kommen wir zur Bauanleitung vom Dosenofen. Wir stellen Ihnen zwei Bauformen vor – eine ganz einfache Lösung sowie die modifizierte Variante, wie sie auch von den Holzfällern gebaut wurde.

Einfacher Dosenofen bauen (mit einer leeren Dose)

Die erste Dose bleibt im Wesentlichen so, wie sie nach dem Öffnen und Verzehren des Inhaltes ist. Deckel ab, Boden dran. Beginnen Sie nun mit dem Nagel und Hammer Löcher in die Dosenwand zu schlagen.

Tipp: Fehlt das Werkzeug, verwenden Sie die Spitze oder den Flaschenöffner Ihres Taschenmessers.

Nachdem Sie rundum reichlich Löcher eingearbeitet haben, machen Sie dasselbe mit dem Dosenboden. In der unteren Bodenplatte der leeren Konservendose brauchen Sie einige Löcher mehr wie oben, damit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist. Schon ist der ganz einfache Survivalkocher fertig.

Dosenofen mit Gestell bauen (aus zwei leeren Blechdosen)

Um so wie die Holzfäller im Wald einen besseren Dosenofen zu bauen, kommt nun die zweite Konservendose dran. Sie bildet das Gestell, für die obere Dose. Schneiden Sie oben und unten jeweils 6 senkrechte Schnitte in die Dose. Die Schnitte sollten gleichmäßig verteilt sein und jeweils von oben und unten bis etwa 1/3 in die Dose hereinreichen.

Im Unterteil biegen Sie jede zweite Lasche etwas nach innen, die übrigen bleiben so, wie sie sind. Diese werden später in den Boden gesteckt und so erhält der Survival Kocher festen Stand. Diese Bauweise des Hobos ist praktisch, wenn Wind geht und verhindert, dass der Dosen-Ofen umkippt.

Am oberen Deckelrand biegen Sie, am besten mit Hilfe einer Zange die Laschen in Bogenform nach außen. Schon ist auch der Ständer fertig. Die erste Dose, in der das Feuer des Survival-Kochers angezündet wird, kann nun in das Gestell gesteckt und eingeklemmt werden.

Mit Dosenofen Feuer machen

Beim Entzünden vom Dosen-Ofen befeuern Sie zunächst mit wenig trockenem Material. Sobald dieses brennt, können dann auch feuchtes Geäst hinzugeben – schon brennt Ihr selbstgebauter Dosen-Ofen. Wollen Sie ein Lagerfeuer machen, um sich selbst aufzuwärmen, kippen Sie das brennende Holz in eine ausgehobene Erdkuhle, schon haben Sie ein wärmendes Survival Feuer.

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