Telekommunikationsanbieter leiten Kandidaten an RKI weiter
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Da nach Auffassung des Gesetzgebers Produkt- und Markennamen Werbung darstellen, kennzeichnen wir jeden Beitrag als solche. Hygieneset mit Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe

18.03.2020 – 18:11 – Deutsche Medien, unter anderem BILD, Spiegel, Süddeutsche Zeitung und Welt teilen mit, dass die Deutsche Telekom Daten von Mobilfunknetzen an das Robert Koch Institut (RKI) weiterleitet. Handydaten werden ausgewertet. Derzeit ist noch nicht bekannt, ob Handynutzer darüber informiert werden, dass anhand der Nutzung von Smartphones Bewegungsdaten an das RKI weitergeleitet werden.

Handydaten werden ausgewertet – Hintergrund

Als Grund für die Datenauswertung wird genannt, man wolle anhand der übermittelten Daten überprüfen, ob die bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Erfolge zeigen. Ziel ist die Kontrolle darüber, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe, teilte RKI Chef Lothar Wieler am Mittwoch in der Bundeshauptstadt Berlin mit.

Handydaten werden anonymisiert weitergeleitet

RKI Präsident Lothar Wieler wies darauf hin, die Deutsche Telekom übermittele keine individuellen Daten. Es würden aggregierte, anonyme Handydaten ausgewertet. Hier Originalmeldung auf BILD.de ansehen.

Eine Beurteilung, ob Maßnahmen wie Geschäftsschließungen und nicht zuletzt die eindringlich Warnung von RKI Chef Wieler am heutigen Morgen, zu einer Einschränkung der Mobilität führten, soll trotz anonymisierter Handydaten möglich sein.

Einzelne Daten seien Handynutzern nicht zuzuordnen, so RKI Vorsitzender Wieler.

„Wenn wir sehen, dass die Menschen die Maßnahmen gar nicht umsetzen – und das sehen wir anhand dieser aggregierten Daten – dann sehen wir den Grund dafür, dass die Intervention, die wir wünschen, nicht erfolgreich ist.“

Zitat Wieler – Quelle: Bild.de

Spiegel teilt mit, ein „Tracking von Individuen“ solle es nicht geben. Facebook und Google ziehen in Erwägung, ebenfalls Nutzerdaten zur Unterstützung zu Verfügung zu stellen. Die Zurverfügungstellung erfolge kostenlos.

Hygieneset mit Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe

Der Tagesspiegel berichtet, der Telekom-Konzern habe bereits am Dienstag, den 17.03.2020 Standortdaten an das Robert-Koch-Institut weitergeleitet.

Zum jetzigen Zeitpunkt leiten andere große Telekommunikationsanbieter wie Vodafone keine Kundendaten weiter. Dies könne jedoch für die Regierungen in Zukunft immer wichtiger werden, so zitiert Spiegel Vodafone.

Abgleich von Handydaten & Neuinfektionen

Anhand der anonymisierten Bewegungsprofile und dem Abgleich mit der Anzahl der Neuinfektionen können die Wissenschaftler vom RKI auswerten, ob durch Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperren Neuinfektionen mit dem Coronavirus reduziert werden können.

Gleichzeitig dient die Handyauswertung auch der Kontrolle, inwieweit sich Menschen in betroffenen Gebieten an die Ausgangssperren und die Empfehlungen halten, mehr zuhause zu bleiben und soziale Kontakte massiv einzuschränken.

Regierung will Zugriff ausweiten & Kreditkarten Nutzungsdaten

Update 01.04.2020 – Die Auswertung von Mobilfunk-Daten läuft weiter. Eine Auslesung nicht anonymisierter Daten ist zwar vorerst vom Tisch. Jedoch arbeitet das Fraunhofer Institut an einer Coronavirus App. Die Politik geht von einer hohen Akzeptanz aus und rechnet mit einer freiwilligen Nutzung von fast 100 %.

Dem CDU Wirtschaftsrat geht das nicht weit genug und will Kreditkarten Nutzungsdaten auswerten und weitere Maßnahmen ergreifen. Lesen Sie hier mehr über das Bürger-Tracking.

„Handydaten

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