Tresor Einbruchschutz

Tresor Einbruchschutz – worauf ist zu achten?

Gemeinhin gelten Tresore als einbruchssicher, doch dem ist nicht so. Das Behältnis leistet lediglich einen gewissen Widerstand, der erschwerend wirkt, ohne Tresorschlüssel oder Code an den Inhalt zu gelangen. Wie hoch der Tresor Einbruchschutz ist, hängt vom Widerstandsgrad sowie der Sicherheitsstufe des Tresors ab.

Warum ist der Tresor Einbruchschutz so wichtig?

Bei der Anschaffung eines Safes ist zwischen privat und gewerblich genutztem Sicherheitsschrank zu unterscheiden. Die Versicherungen gehen davon aus, dass Gewerbe einem deutlich höheren Einbruch-Risiko unterliegen. Die Versicherungseinstufung erfolgt daher anders, als bei privat genutzten Tresoren. Privatnutzer bekommen bei Einbruchdiebstahl bei gleicher Sicherheitsstufe und entsprechender Versicherung mehr von der Versicherung zurück, als wenn der Einbruchschaden unter gleichen Vorraussetzungen bei Gewerbetreibendem passiert. In welcher Schadenhöhe der Versicherer entschädigt, hängt also davon ab, welche Sicherheitsstufe der Schutzschrank aufweist und ob der Tresor ausreichend versichert ist. Bei der Sicherung Ihrer Wertgegenstände ist es daher erforderlich, stets den Tresor derart auszuwählen, dass er so versichert werden kann, dass der gesamte Inhalt über die Versicherung abgedeckt ist. Umso mehr Bargeld, Silber und Gold Sie im Safe aufbewahren, desto höher muss demnach die Sicherheitsstufe des Tresors sein.

Zertifizierte Qualität gibt Aufschluss über Tresor Einbruchschutz

Die relevantesten Normen für den Einbruchschutz eines Tresors sind EN 1143-1 sowie EN 14450. Mit Hilfe dieser Normierungen können Safes in die verschiedenen Widerstandsgrade und Sicherheitsstufen unterteilt werden. Dies bietet sowohl privaten wie auch gewerblichen Nutzern eine gewisse Sicherheit, wenn sie

  • wichtige Papiere
  • Datenträger
  • Bargeld
  • Edelmetalle
  • und andere Wertgegenstände

in einem Safe lagern. Beide Normen spielen auch eine Rolle, wenn es um die Versicherungseinstufung des Tresorinhalts geht. Zur Kontrolle, ob ein Tresor Einbruchschutz in den entsprechenden Sicherheitsstufen und Widerstandsgraden entspricht, werden mit diversen Werkzeugen Tests durchgeführt, die Aufschluss darüber geben, wie viel Widerstand ein Tresor beim Einbruch und bei Feuer leistet.

Was bedeuten die unterschiedlichen Einbruchssicherheitsklassen von Tresoren?

Tresore reichen von kleinen Safes, die sich in den Schrank einbauen lassen (Möbeltresor) bis hin zu massiv im Mauerwerk verankerten Modellen.

Unterschieden wird begrifflich wie folgt:

  • Einwandiger Stahlschrank (Klasse A)
  • Mehrwandiger Stahlschrank (Klasse B)
  • Panzergeldschrank (Sicherheitsstufe D 10, D 20, E 10)
  • Sicherheitsschrank (Sicherheitsstufe S1 und S2)
  • Wertschutzschrank (Grad 0 bis Grad VI)

Die beiden Normen EN 1141-1 und EN 14450 bezeichnen die Schränke Sicherheitsschrank (Sicherheitsstufe S1 und S2) und Wertschutzschrank (Grad 0 bis Grad VI).

Attribute wie

  • doppelwandige Tür
  • Korpus einwandig / doppelwandig / dreiwandig
  • umlaufender Feuerfalz
  • Riegelwerk
  • Tür und Korpus mit Spezialfüllung
  • Füllung mit Spezialbeton

beeinflussen die Schutzqualität von Tresoren gegen Einbrüche und Feuer. Insbesondere Modelle mit Spezialfüllung und Spezialbeton sind widerstandsfähiger und halten bei Aufbrauchtest länger stand und schützen dementsprechend Geld, Edelmetalle und Papier deutlich besser. Der VDMA empfiehlt mit Hinblick auf zuverlässigen Tresor Einbruchschutz auf ECB+S zertifizierte Tresore, die einen guten Widerstand bieten, wenn Einbrecher den Aufbruch des Tresors versuchen.

Wie hoch ist der Versicherungsschutz bei Tresoren?

Umso mehr der Tresor Einbruchschutz gewährleistet, desto höher schützt die Versicherung den Tresorinhalt bei Einbruch. Ein Safe mit der Sicherheitsstufe S 1 ist bei Privatnutzung bis zu einer Höhe von bis zu 5000 Euro abgesichert. Bei Gewerbenutzung beträgt der Versicherungsschutz bis zu 2500 Euro. Beim Wertschutzschrank variiert der Versicherungsschutz bei Grad 0 von bis zu 65.000 Euro (privat) und bis zu 20.000 Euro (Gewerbe). Beim Wertschutzschrank Grad IV ersetzen Versicherungen bis zu 400.000 Euro (Privat-Safe) und bis zu 150.000 Euro (Gewerbe-Safe). Durch Anschluss an eine Einbruchmeldeanlage (EMA) erhöhen sich die Versicherungssummen in der Regel auf den doppelten Betrag.

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