Coronavirus Asthma & COPD - das sollten Sie jetzt wissen
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Da nach Auffassung des Gesetzgebers Produkt- und Markennamen Werbung darstellen, kennzeichnen wir jeden Beitrag als solche. KN95 Atemschutz Maske kaufen

Für ältere Menschen und chronisch Kranke besteht ein höheres Risiko, bei einer Infektion mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 schwer zu erkranken. Patienten, die Asthma haben gehören somit zur Risikogruppe, da der neue Virus eine Lungenerkrankung mit schwerwiegendem Verlauf auslösen kann. Asthmapatienten und Menschen mit COPD sind daher besonders gefährdet.

Schulöffnung: Muss ich mein Kind trotz Corona in die Schule schicken?

Wichtige Ankündigung für asthmaerkrankte Eltern, Mamas und Papas mit Vorerkrankungen und bei erkrankten Kindern

Am 30. April 2020 gibt es einen Live-Stream zur Frage „Schulöffnung – Muss ich mein Kind in die Schule schicken? Ein Volljurist mit Befähigung zum Richteramt ist sagt NEIN!

Während der Sendung werden wir darüber sprechen, was Eltern tun können, um ihre Kinder zu schützen. Im Anschluss an die Sendung stellen wir kostenlos Informationsmaterial mit rechtlicher Kommentierung zum Download zu Verfügung. Lesen Sie hier den kompletten Artikel „Schulöffnung – Muss ich mein Kind zur Schule schicken?„.

Welche Asthmabehandlung ist jetzt sinnvoll?

Hinsichtlich der medikamentösen Asthma Therapie im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es diverse Pressemeldungen. Es geht um die Frage, welche Medikamente im Fall einer Infektion welche Wirkungen nach sich ziehen. Auch darauf gehen wir in unserem Artikel “Coronavirus Asthma” näher ein und verlinken auf relevante Informationsquellen.

Hinweis: Wir sind keine Mediziner, sondern fassen lediglich allgemeinzugängliche Informationen zusammen. Wir können, wollen und dürfen Ihnen keine Gesundheitstipps geben, sondern Sie auf Informationsquellen hinweisen. Handeln Sie eigenverantwortlich! Sind Sie Risikopatient, rufen Sie bei Ihrem Hausarzt an, um sich dort individuell beraten zu lassen, welche Therapie derzeit für Sie in Frage kommt. Ob und welche Medikamente jetzt für Ihre Gesundheit erforderlich sind, kann nur Ihr Hausarzt oder Ihr Lungenfacharzt gemeinsam mit Ihnen abstimmen!

Coronavirus Asthma: Podcast Christian Drosten – Berliner Charité

Derzeit gibt es rund um das Thema Coronavirus verschiedene Meinungen, welche Medikamente bei Asthma eingenommen werden sollten und auch Experten sind sich nicht einig. Als Asthmatiker gehören Sie zur Risikogruppe und sind vielleicht verunsichert, welche Asthmatherapie jetzt die richtige für Sie ist.

Drosten: Asthma Medikamente ohne Kortison

Drosten empfahl im Podcast vom 13.03.2020, Asthmapatienten sollen in Absprache mit dem behandelnden Arzt abwägen, auf Asthmamedikamente mit Kortison zu verzichten und stattdessen die Asthmatherapie auf cortisonfreie Medikamente umzustellen. Hintergrund dieser Empfehlung: Kortison unterdrückt die Immunabwehr.

RKI: Kortison unterdrückt Immunsystem

Zu ähnlicher Einschätzung kommt auch das Robert Koch Institut. Das RKI äußerst sich hier wie folgt:

Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.

Diese Podcast-Folge mit Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité hat für Verunsicherung bei Asthmatikern gesorgt. Etwa ab Minute 17 spricht der Experte seine Empfehlungen für Asthmapatienten aus.

Lungenexperten: Einnahme von Kortison erhöhen und regelmäßig durchführen

Es gibt auch abweichende Expertenmeinungen. Demnach sehen Lungenfachärzte ein hohes Risiko, dass sich durch eine Umstellung der bisherigen Asthmatherapie und der Verzicht auf Asthmaspray mit Kortison der Gesundheitszustand bedrohlich verschlechtern könne. Experten empfehlen daher, das Inhalieren von Asthmaspray regelmäßig durchzuführen und darauf zu achten, vollkommen beschwerdefrei zu sein.

Bitte unbedingt lesen! Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. hat in dieser Stellungnahme sich zu dem Podcast von Virologe Drosten geäußert. Die DGP rät dazu, die Therapie unverändert fortzusetzen.

Anmerkung der Redaktion: Cortisonhaltige Asthmamedikamente haben – wie die meisten Arzneimittel – Nebenwirkungen. Lesen Sie die Packungsbeilage und beraten Sie sich mit Ihrem Arzt!

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Coronavirus Asthma & COPD: Reduzieren Sie das Infektionsrisiko

Menschen mit Vorerkrankungen tragen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Neben dem Alter sind beispielsweise dies weitere Risikofaktoren:

  • Asthma / Asthma broniale
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • chronische Bronchitis
  • Herzerkrankung
  • chronische Lebererkrankung
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankung
  • geschwächtes Immunsystem

Generell ist in der momentanen Situation für alle Menschen wichtig, die Husten- und Niesetikette einzuhalten und auf eine eine grünliche Handhygiene zu achten. Dazu gehört auch, auf das Händeschütteln zu verzichten.

Coronavirus Asthma – das sollten Sie beachten:

  • Bleiben Sie möglichst zuhause.
  • Lässt es sich nicht vermeiden, das Haus zu verlassen, meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Meter.
  • Bei Fahrten in öffentlichen Verkehrsmittel, vermeiden Sie es, Handgriffe und andere Oberflächen anzufassen.
  • Beim Einkaufen tragen Sie Einmalhandschuhe oder desinfizieren Sie den Griff vom Einkaufswagen.
  • Waschen Sie häufig Ihre Hände und fassen Sie sich nicht ins Gesicht, da das Coronavirus die Schleimhäute als Eintrittspforte nutzt.

Coronavirus Asthma – weitere präventive Maßnahmen

Aufgrund des erhöhten Risikos sollten Sie mit Familienangehörigen, Arbeitskollegen und Freunden über Ihre Asthmaerkrankung oder COPD-Erkrankung reden und besprechen, wie Ihr soziales Umfeld dazu beitragen kann, Ihr persönliches Infektionsrisiko zu reduzieren.

Ganz wichtig ist, dass alle Personen in Ihrem Umfeld darauf achten, Sie keinem vermeidbaren Risiko auszusetzen. Dazu gehört vor allem Hygiene und Abstand halten.

Hygieneset mit Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe

Coronavirus Asthma - welches Medikament ist jetzt das richtige?

Coronavirus Asthma – welche Asthmamedikamente?

Als Asthmapatient sollten Sie gut eingestellt sein und vom Arzt geeignete Asthmamedikamente verordnet bekommen. Dazu zählen inhalierbare Medikamente wie Dosieraerosole, Pulver und Inhalationslösungen. Im Idealfall hat Ihr Hausarzt oder Lungenarzt Ihnen zwei Medikamente verschrieben:

  • Inhalat oder Spray zur Vorbeugung von Asthmaanfällen und Atemnot.
  • Cortisonhaltiges Spray oder Pulver zur Behandlung von akuter Atemnot und akutem Asthmaanfall.

Darüber hinaus kann bei einem schweren akuten Asthmaanfall (Status asthmaticus) Sauerstoffzufuhr, Bronchodilatation, intravenöse Verabreichung von Kortikosteriode, Magnesiumsulfat oder Theophyllin erforderlich sein.

Asthmaspray Portion - bei akuten Asthmabeschwerden

Foto: Asthmaspray mit Kortison gegen akute Atembeschwerden

Asthmapatient: Lassen Sie sich gut einstellen!

Nach Auffassung viele Experten soll für gut eingestellte Asthmapatienten kein erhöhtes Risiko für Infekte bestehen. Wichtig ist jedoch, dass verordnete Asthmamedikamente regelmäßig eingenommen werden. Darüber informiert die Deutsche Lungenstiftung e. V. auf der Webseite Lungenärzte im Netz in diesem Artikel.

Dort heißt es:

„Kein erhöhtes Infektionsrisiko gilt also nur für diejenigen Asthma-Patienten, die unter Therapie keine Symptome mehr haben“, bekräftigt Dr. med. Thomas Voshaar, Vorstandsvorsitzender des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) und Chefarzt des Lungenzentrums am Krankenhaus Bethanien in Moers.

Die Lungenärzte im Netz zitieren Dr. med. Thomas Voshaar, der unregelmäßig therapierten Asthmatikern empfiehlt, jetzt das regelmäßige Kortisonspray inhalieren sowie die Kombination mit einem langanhaltenden, bronchienerweiternden Wirkstoff (LABA). Es sei wichtig, vollkommen beschwerdefrei zu werden. Die Atemwege sollen offen sein und es soll Ziel sein, keine Atemnot und keinen Husten zu haben. Insofern dies durch die aktuelle Asthmatherapie nicht erreicht würde, soll der Asthmapatient neu eingestellt und die Therapie angepasst werden.

Update 04.04.2020: Asthmaspray mit Cortison weiternehmen

Der Pneumologe Michael Barczok, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Pneumologen, empfiehlt Asthmapatienten, cortisonhaltiges Asthmaspray weiter einzunehmen, um die Lunge gut zu schützen. Sport treiben stärkt die Lungenfunktion und verbessert die Atmung. Mehr Tipps gibt der Pneumologe in diesem Focus Beitrag.

Infektionsverdacht bei Asthmatikern

Besteht bei einem Asthmatiker ein Infektionsverdacht mit Coronavirus, raten die Lungenärzte im Netz, im Notfall verordnete Kortisontabletten einzunehmen. Hier wird ganz konkret diese Anwendung empfohlen:

In der Regel täglich 2 x 20 mg Prednisolon für eine Dauer von 5 Tagen.

Eine telefonische (!) Rücksprache beim Verdacht einer Coronavirus-Infektion ist zwingend zu empfehlen!

Von den Lungenärzten im Netz wird auch die Impfung gegen Grippe und Pneumokokken geraten, um auszuschließen, dass gleichzeitig mehrere Infektionen auftreten.

Ist das Tragen von Mundschutz für Asthmatiker sinnvoll?

Über das Tragen von Mund-Nasen-Schutz gibt es bei Ärzten und Virologen unterschiedliche Auffassungen. Zunächst hieß es, dass herkömmlicher OP-Mundschutz keinen Schutz böte. Nur FFP3 Masken können bei richtiger Anwendung vor einer Vireninfektion schützen.

Später wurde dies zumindest in Teilen revidiert. Es hieß, auch 3-lagige Mundschütze könnten einen gewissen Infektionsschutz bieten. Und auch der renommierte Prof. Zastrow hat es bereits zu Beginn der Corona-Pandemie auf den Punkt gebracht:

Mundmasken sind besser, als gar kein Schutz.

Der Lungeninformationsdienst beantwortet die Frage, ob Asthmatiker und COPD-Patienten eine Atemschutzmaske tragen sollen wie folgt:

“Bei bereits bestehenden chronischen Atemwegserkrankungen wird das Tragen einer Maske nicht empfohlen, da dies das Atmen erschweren kann. Wenn Sie eine Lungenerkrankung haben und sich Sorgen machen, an COVID-19 zu erkranken, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem behandelnden Arzt/ Ärztin.”

Als Asthmatiker, COPD-Patient und Lungenerkrankter müssen Sie wissen, dass eine Atemschutzmaske nur eine Schutzwirkung haben können, wenn diese dicht am Gesicht anliegen. Der Stoff von OP-Mund-Nasen-Schutz erschwert die Atemfunktion deutlich. Je höher die Schutzwirkung einer Maske ist, desto mehr wird die Atmung erschwert. Obwohl FFP2 und FFP3 Masken mit Filter erhältlich sind, die beim Tragen das Atmen erleichtern, staut sich unter der Maske die ausgeatmete Luft und die Haut unter der Maske schwitzt. Für Menschen mit COPD und Asthma ist das also eine sehr unangenehme Situation, die sich stark auf den Atemfluss auswirkt und ein enormes Gefühl der Beklemmung erzeugt.

Im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung haben wir über eine längere Zeit Atemschutzmasken getragen und können daher bestätigen, dass Sie als Asthmatiker oder Patient mit einer Lungenerkrankung keinesfalls eine Maske über einen längeren Zeitraum tragen sollten.

Insofern Sie sich mit Mundschutz eingedeckt haben und Ihnen das Tragen einer Maske ein beruhigendes Sicherheitsgefühl vermittelt, wenden Sie die Maske nur an, wenn es Ihnen unbedingt erforderlich erscheint. Zum Beispiel beim Einkaufen, beim Arztbesuch oder wenn Sie aus irgendwelchen Gründen in einer größeren Menschenmasse sind. Halten sie die Tragezeit der Maske so kurz wie möglich und folgen Sie den Empfehlungen: Abstand halten – Menschenmengen meiden.

Rauchen erhöht Infektionsrisiko

Nach derzeitigen Einschätzung gehen die Lungenärzte im Netz davon aus, dass Rauchen das Corona-Erkrankungsrisiko erhöht. Dies sei zwar momentan noch nicht klar, jedoch spreche vieles dafür, dass Raucher ein generelles Infektionsrisiko haben – also nicht nur im Bezug auf Covid-19. Rauchen führe zu einer Belastung des Bronchialsystems und setze die Funktion der Flimmerhärchen außer Kraft, was eine höherer Anfälligkeit für Bakterien und Viren nach sich ziehen könnte. Die ausgewerteten Daten aus Wuhan deuten darauf hin, dass Raucher ein höheres Risiko für eine Lungenentzündung durch Coronaviren haben.

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