Als Selbstversorger einkochen

Selbstversorger bestreben danach, möglichst unabhängig von der Versorgung durch Energieversorger und Geschäfte zu werden und sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst zu versorgen. Daher besitzen Selbstversorger meist einen Nutzgarten am Haus oder mieten einen Schrebergarten an. So können Obst, Gemüse, Kräuter und Gartenfrüchte wie Kartoffeln selbst angebaut, geerntet und z. B. durch Einkochen haltbar gemacht werden. Für den Selbstversorger ergeben sich mehrere Vorteile:

  • Der Anbau von Obst und Gemüse spart Geld
  • frische Gartenprodukte schmecken besser
  • sind weniger mit Schadstoffen belastet
  • und sie können durch verschiedene Methoden haltbar gemacht werden.

Der Vorteil dieser Langzeitkonservierung ist auch darin zu sehen, dass es sich um ein thermisches Verfahren in Kombination mit Abtötung von Keimen und dem Entzug von Sauerstoff handelt, so dass keinerlei Konservierungsstoffe benötigt werden.

Obst und Gemüse für Krisenvorrat einkochen
Obst und Gemüse für Krisenvorrat einkochen

Die wichtigsten Konservierungsmethoden für Selbstversorger

Welche Methode angewandt wird, um frische Produkte haltbar zu machen, hängt davon ab, um welche Lebensmittel es sich handelt. Zum Konservieren stehen Methoden wie

  • Vakuumieren
  • Trocknen
  • Einkochen

zur Verfügung. Die verschiedenen Konservierungsmethoden entscheiden auch darüber, wie lange die behandelten Lebensmittel haltbar sein werden. Das Vakuumieren ist ideal, wenn Sie beispielsweise Fleisch länger im Kühlschrank aufbewahren wollen. Allerdings benötigen Sie für das fachgerechte Vakuumieren hochwertige Vakuumverpackungen und ein gutes Vakuumiergerät. Anschaffungs- und Folgekosten sind daher relativ hoch. Die Trockenkonservierung eignet sich für zahlreiche Lebensmittel mit hohem Feuchtigkeitsanteil. Fast alle Obstsorten können mit einem Dörrautomaten zu süßem Trockenobst verwandelt werden und sind lange ohne Kühlung haltbar. Das Einkochen ist für viele Selbstversorger die bevorzugte Konservierungsmethode, weil sich damit Gartenfrüchte wie Gurken, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und natürlich süßes Obst langzeithaltbar machen.

Gartenfrüchte selbst einkochen

Zum Einkochen bieten sich saisonale Gartenfrüchte an, die selbst geerntet wurden. Eingekocht werden kann im herkömmlichen großen Kochtopf oder im Backofen, noch einfacher geht´s in einem speziellen Einkochautomat. Die eigens zum Einkochen vorgesehenen Kochtöpfe erlauben mit entsprechendem Zubehör das Einwecken größerer Mengen und können z. B. hier angeschaut und verglichen werden. Bei regelmäßigem Einkochen rentiert sich die Anschaffung eines Einkochautomats für Selbstversorger definitiv; insbesondere dann, wenn Gurken, Kartoffeln, Obst usw. nicht im Geschäft gekauft, sondern aus dem eigenen Garten geerntet werden können. Zwar müssen Sie zunächst mehrere Anschaffungen tätigen, die sich auf Weckautomat, Weckgläser und Einmachgummis erstrecken, doch diese Utensilien können Sie immer wieder verwenden, so dass sich die Ausgaben für die Grundausstattung sehr schnell rentieren. Das Einmachen im Automaten ist günstiger, als das Einkochen im Backofen, weil der Einkochautomat mehr Platz für die Weckgläser bietet.

So kochen Sie die Gartenernte ein

Gartenfrüchte müssen vor dem Einkochen erntereif im Garten heranwachsen und werden zunächst geputzt, gewaschen und zerkleinert, damit sie in Weckgläser gefüllt und dann haltbar gemacht werden können. Gurken sind die Klassiker, um sie im Glas durch Kochen haltbar zu machen. Kleine Gürkchen können am Stück, größere Gurken in Stücke geschnitten eingekocht werden. Dabei werden sie zusammen mit einem Sud aus Essig, Wasser, Zwiebeln, Senfkörnern und anderen Gewürzen nach Wahl eingekocht.

Kürbis, Tomaten, Paprika usw. können ebenfalls ohne großen Aufwand eingekocht werden, um länger haltbar zu sein. Erdbeeren, Brombeeren, Äpfel, Birnen und fast alle anderen Obstsorten lassen sich zu Kompott oder in Verbindung mit Gelierzucker zu Marmelade einkochen. Ein gut eingekochtes, kühl gelagertes Weckglas hält sich durchaus bis zu einem Jahr, manchmal auch länger. Sogar fertig zubereitete Fleischgerichte (Kochfleisch) wie Bolognese-Soße, Gulasch oder Rouladen können Sie in größeren Weckgläsern bis zu 6 Wochen konservieren, wenn Sie diese kühl und dunkel aufbewahren.

Glaskonserven richtig nutzen

Wenngleich das Einkochen für Selbstversorger eine ganz tolle Sache ist, um den Lebensmittelvorrat für die Krisenvorsorge kostengünstig und gesund aufzufüllen, halten sich auch eingekochte Produkte nicht unbegrenzt lange. Wegwerfen müssen Sie dennoch nichts, denn auch bei eingekochten Gläsern wird mit dem Rotationsverfahren dafür gesorgt, dass ältere Obstgläser und Gemüsegläser aufgebraucht und regelmäßig neue Weckgläser mit leckeren Früchten aus dem Garten aufgestockt werden. So nutzen Sie alle Vorteile, die sich durch das Einwecken ergeben. Einerseits haben Sie die Vorratskammer immer gut gefüllt, sparen beim Einkaufen und haben in Ihrem Haushalt immer ausreichend Lebensmittel für die Krisenvorsorge vorrätig.

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